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Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z) transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet kybernetisch in den space gepresst.
Diese Seite ist gut, denn sie bietet eine einwandfreie Möglichkeit, in allen Beiträgen herumzustöbern, die im Rahmen von EB&MD veröffentlicht worden sind.

Aktuelle Themen

zu den Themen

Ich fürchte die Wichtel, auch wenn sie Geschenke bringen.
"Ist der Kopf morgens schwer wie Stein/lass es auch mal ein Kännchen sein." (M. Strzoda)
Geist verfügt offensiv über zwei Stärken, nämlich Psycho und sich selbst. Defensiv weisen Geister zwei Resistenzen gegen Gift- und Käfer-Attacken

Neue Textbeiträge

Beiträge Drama

Robert Alan: Schenken

Jay-Z: Yo girl, wir schenken uns dieses Jahr nix ok?Beyonce: Ok my boy. An Heiligabend dann... Beyonce: Also ich hab jetzt doch ne Kleinigkeit für dich.Jay-Z: Grönland? Du hast mir Grönland gekauft?Beyonce: Ja, warum? Gefällt es dir nicht?Jay-Z: Doch doch! Ich weiß nur nicht wohin damit.Beyonce: Ach das ist doch egal. Die Hauptsache ist doch, dass man uns liebt.
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Beiträge Kommentar Prosa

Theobald Fuchs: Tapezierer – Gefährder oder gefährdet, so viel ist unklar!

Wie gefährlich sind Tapezierer? Ist das massenhafte Auftreten von Tapezieren wirklich ein Zeichen für eine florierende Ökonische? Oder eher der Vorbote, dass die Menschen die Freundlichkeit verlernt haben?   Aus aktuellem Anlass fragen wir: Wie gefährdet sind Tapezierer wirklich?   Stimmt es, dass sie nicht mehr wissen wie man lächelt und daher alles »hinter die Tapete kehren« wollen? Fragezeichen...?   Aber nein: wie ein Neuseeländisches Experiment gezeigt hat: die unkontrollierte Vermehrung des gemeinen Tapezierers bringt andere Gruppen rasch in Bedrängnis. Zum Beispiel den wandernden Kalkbrenner, die Papierschöpferin oder das nächtliche Mauerkratzerlein. Und was reimt sich schon auf Tapezierer? Richtig: Gegenieber.   Das hat das...
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Beiträge Erzählung Prosa

Gordie Lachance: Im Nebel oder Mit 17 hat man noch Träume

Ich bin bei dir und bin glücklich.  Das Gedicht über deinem Bett sagt, dass kein Mensch den anderen sieht und jeder allein ist. Ich kenn dieses Gedicht fast auswendig, so oft habe ich es gelesen.Jetzt lese ich es zum ersten Mal, ohne mich dabei einsam und ungesehen zu fühlen. Weil du mich siehst.  Meine Mutter ruft an und sagt, dass ich heimkommen soll, weil mein Vater „wieder spinnt“. Ich will bei dir bleiben, verdammt. Aber „spinnen“ kann Mord und Totschlag bedeuten. Glaub ich.  Du sollst mich nicht für ein Muttersöhnchen halten. Ich versuche, einen coolen Abgang hinzulegen. Ich gebe dir einen pseudo-ironischen...
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Beiträge Drama

Franz Walser: Maßnahme

Ja guten Tag Sie ham keine Arbeit grade? Na da müssen wir eine Maßnahme durchführen Da wird jetzt mal ordentlich Maß genommen 🙂 Aha ja 1,73, das reicht natürlich nicht, kein Wunder ham Sie keine Arbeit, hier Sie machen jetzt mal ein Training.  Schön Rücken durchdrücken, ja, schön, gleich 2 Zentimeter mehr, haben Sie mal über Schuhe mit Absatz nachgedacht? Sehen Sie ja das sind so die Kniffe, sowas will gelernt sein, gell da freuen Sie sich ja direkt, dass Sie zu uns gekommen sind, nicht wahr? Sehen Sie ich wäre ohne eine Maßnahme nie hier gelandet, unter 1,80 geht...
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Beiträge Lyrik

Lea Schlenker: Das Liebesgedicht einer Frau, die zu Weihnachten keine Geschenke macht

Die Autowaschanlage ist heute geschlossen Ich sehe nur von weitem aus Möwen  die sich auf dem Parkplatz versammelt haben Wir sind nicht mehr in Bern Hier kennt uns überhaupt niemand mehr Alle unsere Freunde die morgen wieder arbeiten In einem Kaufhaus oder in einer Kanzlei oder in einem Radiostudio Die werden nächste Woche alle tot sein  Mein Dichter, mein Hochstapler,  Lieber bin ich dumm als brillant wie du lieber bin ich glücklich als weinend wie du mein dilettantischer Schwerenöter Du sitzt auf deinem Stuhl als verhandelst du mit Kleinkriminellen verteilst Küsse als würdest du auf Holzkohlen gehen.   Wenn du mich dann hochhebst und ich versuche zu fliegen  den Mond holen will...
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Beiträge Erzählung Prosa Tagebucheintrag

Felix Benjamin: Ausländer

In der zweiten Klasse laufe ich neben meinem Freund Tino die Straße entlang. Wir haben uns gerade das Sams im Theater angeschaut. Auf der anderen Straßenseite sehen wir zwei Jungs in unserem Alter, die sich in einer uns fremden Sprache anschreien und anfangen, aufeinander einzuschlagen.  „Ich dachte, Ausländer halten immer zusammen,“ sagt Tino. Ich antworte: „Warum? George Bush und Saddam Hussein kämpfen doch auch gegeneinander.“
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Beiträge Erzählung Prosa

Raphael Stratz: Geschichte einer Selbstbefreiung

Eigentlich hatte P. es nicht tun wollen. Viel zu lange hatte er sich gesträubt, sich dem Gedanken widersetzt. Was hatte er nicht alles getan, um ihn aus seinem Kopf zu bekommen? Er hatte sich selbst verboten ihn zu denken, hatte sich seinem unveränderbar scheinenden Schicksal gefügt. Er hatte alles über sich ergehen lassen, all die Demütigungen hingenommen und sich nebenbei selbst verboten, den Gedanken der Befreiung und des echten Lebens in seinen Kopf hineinzulassen. Nächtelang war P. wachgelegen. Nicht im Stande zu schlafen, da ihm seine Träume nicht gehorchen wollten und immer wieder dasselbe nach oben spülten. Wenn er dann...
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Beiträge Erzählung Prosa

Uschi Heidinger: Tinkerbell in New York

Mit ihren 20 Jahren sitzt Tinkerbell angegurtet im Flugzeug, schwebend über New York. Gleich soll nun die Maschine landen. In Gedanken ist sie bereits bei ihrer besten Freundin, mit der sie zusammen eine kleine Wohnung tief unten in dieser Großstadt besitzt. Lyra wollte sie eigentlich abholen. Ob sie daran gedacht hatte? Auf dem Nachhauseflug, von Paris herüber, konnte sich Tinkerbell gut mit ihrem etwa gleichaltrigen Reisenachbarn unterhalten. Er sah nett aus, mit seinem offenen Gesicht und den kurzen lockigen, dunklen Haaren. Sein Blick besitzt etwas Vertrauen Erweckendes, dass sie veranlasste, sich mit ihm zu befassen. Als sie die Landung gut...
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Beiträge Drama Hörspiele

Fabian Lenthe: FFP2

Ahh, Herr Söder! Schön, dass ich Sie treffe! Gott zum Gruße! Ähh, ja... Sie gehen auch hier einkaufen? Hier, in meinem Lieblingsdiscounter, das hätte ich ja niemals gedacht. So nah am Volk, Respekt! Was? Nein, achso....nene, ich bin nur hier um....um..ich wollte nur... Ja, Herr Söder....der Leberkäs ist übrigens grad im Angebot...1,39€ Mmmhh...najaaaa, ich wollte eigentlich nur schauen, ob jeder eine FFP2-Maske trägt. Ich trage ja schließlich auch eine! Oh, ja, das verstehe ich natürlich. Wie Sie sehen trage ich auch nur ein T-Shirt um den Mund. Aber gehen wir doch einmal kurz zu den beiden Herren neben dem Mülleimer,...
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Beiträge Lyrik

Uschi Heidinger: Soziale Gestalt

Was ist denn mit sozialer Gestalt?Hauptsache die werden reich altund gar den Boden nach unten verlier'nIch könnte jedem von denen da obenam liebsten eine schmier'n Da steigt mir der Ärger hochund wutentbrannt denk' ich,das wieder mal fand,was Geld zu Geld sich auf Banken häuftund was macht der Arme ohne Geld?Er säuft. In Frust zu verarmen und wissen,es wird nie so sein,Wünsche mir zur erfüllen.Mann/Frau findet sich drein.Aber freiwillig niemals aufgeben ihr Ziel,dass jeder Mensch gleich wert so viel.
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Beiträge Lyrik

Erasmus zu Rövershagen: Der Geburtstagsvogel

Der Vogel ist schon von Geburteinmal hier und einmal furt.Tut ein schöner Vogel sein.Find manchmal: muss wohl so sein. Manchmal hört man's nur von fern:er trällert. Und das tut er gern.Er weiß sehr wohl, wovon er singt,wodurch auch Wissen zu uns dringt. Sein Geist, sein Wesen, wer wills missen?Schön, ihn hier am Tisch zu wissen.Drum, Freunde, lasst euch nicht beirrn,steht auf, stoßt an zum Gratuliern.
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Beiträge Lyrik

Erasmus zu Rövershagen: Alphabet

Am Beginn Caesar, der erst fertig geträumt hat:"Im Jahr keifte Lukas Müller nur obszön papierne Quelle." Renn schnell torwärts.Um vier will Xaver Yvonne zusehen.
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Beiträge Lyrik

Erasmus zu Rövershagen: Ein gannz Jahrhundert oder ein Jahrtausend auch: Millennium

(kein Sonett) In die Tonne damit am EndeDamit das Blatt sich dann zum guten wendeUnd all die Scheiße unterm HutDen Menschen werd gerecht und gut. Obzwar ich schon dreiviertelVon dir gar nicht angesehenWar doch das keine ViertelIm Grund ganz gut und schön. Bis dann zu dieser ZeitenwendeAuch das Jahrtausend ging zu EndeUnd trotz der Scheiße blieb ich hierAm Ende lags vielleicht am Bier Wenn ich nur eine Weile bleiben könnteMein ganzes Leben schenkt ich dir.
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Beiträge Lyrik

Erasmus zu Rövershagen: Der Büchervogel

Der Büchervogel liest ein BuchUnd stellt es in Regale.Tut ein schöner Vogel seinUnd es viele Male. Büchervogel, singe laut,Sing das Lied der Schreiber!Ein Rohrspatz ist der Vogel nicht,der Dummkopf ist ein Kleiber.
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Beiträge Prosa

Andy Frischholz: Heißgetränke

Wulferin geht durch die holzgeschwurbelte Tür von dem zu kaltweißlichen Draußen, dem Weiß eines verhunzten unbekannten Winter in die holzverbackene Stube oder Hütte. Es riecht selbstverständlich nach wiederaufgewärmten Männerduft und dürftig bis kalt angespritztem blauen Duschdas-Schampu aus der Holzdusche hervor und noch nach tierischen Unterbumpeln aus dem Film davor.   Ihn friert in die blechernen Krallen im Arm.  So schreitet er schneiend von draußen wo es kalt ist hinein und hat etwas vor. Wie zu erwarten war wird er wohl Wasser aufsetzen indem er das funktionierende  feingliedrige Ende seines muskelgepackten Oberarms, also die Hand, nach einem  Blechkännchen fast grabschend greifen lässt. Er selber...
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Beiträge Prosa

Carolin Wabra: Heißgetränke

Vor mir steht wieder einer dieser Personen. Späte Mittagspause, schlecht sitzende Anzugshose zum fröhlich gestreiften hemd, dazu natürlich helle Sneakers. Schließlich ist heute casual Friday und da darf, ja muss, sollte man sich sogar ein bisschen gehen lassen. Ein bisschen laissez faire, ein bisschen livin la vida loca. Und die pause von der konzernarbeit verbringt man dann natürlich in dieser wunderbar, regionalen cafe-rösterei in der kleinen straße ums eck. Weil in der geht es ja so herrlich unkonventionell zu und da riecht es ja auch so intensiv nach gemahlenen bohnen und da kann man ja auch einfach so gut abschalten...
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Beiträge Lyrik

Lea Schlenker: «Und Kakao»

Liebling liebling liebling liebling gib mir meine Zigaretten zurück gib mir meine Tasse Kakao zurück denn irgendwo muss die Asche ja rein  Dank meiner Wut  entstehen die besten Launen und Ausreisser  und zuckersüsse Gedankenexperimente  verschütte heissen Kaffee in deinem Gesicht und beobachte mit Staunen die Blasen  Ich nehme ein Bad in Wut und Zucker befreie meine Fusssohlen in einem sanften Peeling von Dreck und Bitterkeit Rosen Mandeln und Oliven Ich mache dir einen Tee aus verschiedenen Giftstoffen  Lecke mir die Lügen aus den wütenden Gebieten die Liebe meines Lebens  Ich gebe dir eine Tour durch meine imaginäre Süssigkeitenfabrik und tausche Glut und Asche gegen Lakritze und zerdrücktes Karamel stecke himmlische Biscuits in dein...
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Beiträge Prosa

Ned F. McCowski: Heißgetränke

Ich war komplett besoffen und der Hintergrund war, dass ich mit Kommilitonen einen kleinen Weinhachtswinterspaziergang machte.Und dann kamen wir auf den Wintermarkt und dort gab es Feuerzangenbowle.Feuer - Zangen - Bowle. Und wir tranken da erst mal einen. Ich kannte das noch gar nicht, schmeckte eigentlich ganz gut.Und irgendwie trank ich da noch einen und ja Runde, um Runde. Immer mehr Runden, die Leute wurden weniger.Zum Schluss waren wir nur noch zu dritt und … ich hatte kein Geld mehr, also habe ich mir noch Geld geliehen für ein weiteres Getränk.Eine weitere Feuer - Zangen - Bowle. Und dann fiel...
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Lyrik Uncategorized

Heike Fröhlich: Mein Outfit für den Eintritt ins Seniorenheim

mit Fringe, ein Mantelet aus PferdeschwänzenGlitzer: Transparent und Schwarz gibt Silbereinen Ponysprung von der Schwelle, einen KnicksEbenerdigkeit ist genehm und angemessenThujas Brustkorb hebt sich, der Knabensopranstimmt an und ihr Kameradinnen alle zu heulenich trage Puder und ein Pulver auf den Brauenmit Pfennigabsatz einen Mid-Heel, Sandalettendie Riemchen aus Lack und Strümpfe daruntermit Marmormuster, das euch murmeln machtdurchs Netz der Nylons Wadenwimpernes führt eine Naht ins Nirgendwo, dann ein Cutund oben Kettenklimpern dieser Mösenmuschelneine Reihe Kaurischnecken, Zähnchen am SchlitzKauri, mein finnischer Verflossener mit Engelgeruchmein fieser Schlitz unter der Nase mit Malvenkulörbeugt die Häupter, diese Rampe wird zur Galatreppeüberknielang, ein Gardinenschnürl im Saumglimmrig...
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Beiträge Monolog

Theobald Fuchs: Heißgetränk.

Dieses Zeug da drinne. Gurgelt und gluckert im Glas. Es ist heiß. Heißer als heiß, (gesungen) heiß, überheiß...  Wenn man einen Tee mit 500 Grad kochen könnte, würde er dann fünf mal stärker wärmen als? Oder würde man nur fünf mal stärker pusten müssen, damit er in der gleichen Zeit trinkbar ist in Klammern: und einen nicht tötet Klammer zu. Trinkbar heißt: knapp unter Körpertemperatur. Besser ist das.  Erst heizen und dann kühlen – wozu? Ich versteh's nicht, hab's nie verstanden, sorry. Bin vom Typ her mehr kaltes Bier. Das ganze Thema hier, sorry, aber mir ist das zu... sagichmal:...
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