Leo Fischer: Ostern

Ja, also eigenartig, Ostern. Also wir haben da immer, naja. Wie das halt damals so üblich war. Ja, wir haben uns nicht viel gedacht, es ist ja ursprünglich auch ein heimischer Brauch, und dann ging das eben so. Von statten, wie man so sagte. Das ist ja lustig, da haben die Christen, dass ist teilweise gar nicht bekannt mehr auch. Ganz viele christliche Bräuche sind ursprünglich pure Gewalt, und dann ist da irgendwann einfach noch die Bedeutung dazu. Naja, heute wissen wir es anders. Also einfach genommen und dann ganz tief in die Farbe hineingehalten, bis irgendwann dann ja auch keine Luftblasen mehr aufgestiegen sind teilweise. Das hat uns niemand gesagt, dass das. Nee. Naja, und es war ja auch schön, es gab Geschenke, und die Oma hat auch immer. Ja, so nämlich. Oft gab es etwas zu essen und so, das ist schon auch prägend auch, und es hat ja auch oft die Richtigen erwischt. Es geht ja um Tod und Wiederersterben, das ist ja auch universal so, so uralt als Thema so, da gibt es Klaviermusik dazu. Also zum Tod, heute haben ja viele Angst vorm Tod, aber wir haben den damals. Also für uns, für uns war das. Für uns war das da und auch gemacht. Ja, und wenn wir dann neben den riesigen, den riesigen Farbbottichen waren, und es hat ja auch viel gespritzt auch, und anstrengend war es auch, aber dann. Wir hatten ja auch ganz rote Backen auch und haben geschwitzt auch, aber das war ja auch. Ja und dann oft noch, naja, man war da schnell zur Hand, zu zweit, zu dritt, in die Büsche und einander umeinander, weil ja auch alles so aufregend war. Heute würde ich natürlich nie. Aber klar, naja, es muss ja nicht immer, also so. Manchmal frage ich mich schon.

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