Theobald Fuchs: Fernsehen

Der Mann, der uns den Fernseher installierte, tauchte an einem Donnerstagabend im Juni 1974 auf. Ohne Voranmeldung stand er in der Uniform des Fernsehministeriums vor der Tür. Wir wussten, dass Widerstand zwecklos war. Er ging, ohne Zeit mit Ritualen der Höflichkeit zu vergeuden, direkt ins Wohnzimmer und sagte, dass das Tischchen, auf dem meine Mutter vier oder fünf Steingutschüsseln mit Kakteen errichtet hatte, perfekt geeignet sei. Er stellte die Schüsseln auf den Boden und baute das Gerät auf.

Kraft seines Amtes ernannte er meine Oma zur Zuständigen für den Fernseher. Sie hatte das alleinige Recht, ihn ein- und auszuschalten und das Programm zu wählen. Es gab das erste Programm, das zweite, das allerdings nur schlecht zu empfangen war, und das dritte, das ab sechzehn Uhr Bildungssendungen ausstrahlte. Oma interessierte sich nicht für Tierfilme oder Berichte über moderne Methoden der Landwirtschaft. Sie lehnte auch ab, sich durch das Schneetreiben und Flimmern auf dem Bildschirm mit den Quizzen und Musikrevuen im ZDF abzuquälen, so dass der Drehknopf zur Wahl des Senders praktisch unberührt auf ARD stehenblieb. Zwanzig Stunden pro Woche müsse das Gerät laufen, erklärte der Techniker, sonst würden wir Schwierigkeiten mit der Behörde für Fernsehkonsum bekommen.

Meine Mutter achtete peinlich genau darauf, dass wir die vorgeschriebenen Soll-Stunden vor dem Fernseher verbrachten. Wir versuchten natürlich, uns irgendwie zu drücken. Doch so gerne wir unsere Hausaufgaben gemacht, unsere Zimmer aufgeräumt oder beim Abwasch geholfen hätten – Mutter kannte keine Gnade. Da half uns kein Bitten und Betteln. Unerbittlich wurde die Mattscheibe Punkt vier Uhr eingeschalten. Wir mussten Heidi, Wickie und die starken Männer und Bugs Bunny ansehen, bis uns schlecht wurde. Dick und Doof und die Schlümpfe waren noch halbwegs zu ertragen, aber als später auch noch endlose Folgen von Luis des Funes, Bud Spencer und Unsere kleine Farm das Pensum erweiterten, wurde es oft zur Qual, bis 10 Uhr Abends in die Röhre zu gucken.

Oma erwies sich als die Tapferste. Sie hatte Krieg und Wiederaufbau durchgestanden und währenddessen drei Kinder großgezogen, da würde sie wohl nicht an dieser Aufgabe scheitern. Mit eisernem Willen verfolgte sie Derrick und den Alten, die Quiz-Shows mit Rudi Carrell, Wim Thoelke und Hans Rosenthal, Klimbim mit Ingrid Steeger und die großen Shows mit Harald Juhnke und dem James Last Orchester. Wir bewunderten Oma für ihre Willensstärke und Ausdauer. Typisch Kriegsgeneration: sie hielt einfach alles aus. Bis ihr die Augen zu und die Stricknadeln aus der Hand fielen. Sie erwachte zur Nationalhymne um Mitternacht. Danach gab das Gerät nur noch Rauschen von sich, ein weiterer erfolgreicher Tag vor dem Fernseher war absolviert. Oma legte die Stricknadeln für den nächsten harten Fernsehtag griffbereit auf die Ablage unter dem Fernsehtisch, erhob sich mühsam aus dem Fernsehsessel und ging ins Bett. Am Morgen klagte sie regelmäßig, dass sie nicht schlafen gekonnt habe und schon um fünf Uhr wach gewesen sei. Da waren dann noch endlose sieben Stunden bis zum Mittagessen zu überbrücken und zwei weitere, bis sie ihren Posten vor der Glotze wieder besetzen konnte.

Als um 1980 herum alle Haushalte gesetzlich verpflichtet wurden, für störungsfreien Empfang aller Kanäle zu sorgen und mein Vater einen Fünfzehn-Meter-Masten auf dem Berg hinter dem Haus errichtete, erweiterte sich das Pflichtprogramm noch einmal gewaltig, doch Oma wuchs mit der Aufgabe über sich selbst hinaus.

Mutter achtete sehr darauf, dass wir die Regeln einhielten, weil sie wusste, welchen Ärger es der Familie bereiten würde, wenn wir bei den Behörden als Fernsehverweigerer gegolten hätten. Gerade mein Vater durfte sich als Beamter unter keinen Umständen gegen die Fernsehpflicht aussprechen, und wir Kinder wären von der Schule geflogen, wenn wir nicht die montäglichen Abfragen zum Inhalt des Programms der vergangenen Woche bestanden hätten.

Erst viele Jahre später wurde mir aber auch bewusst, dass meine Mutter eine Rebellin war, eine, die sich dem Druck der staatlichen Vorschriften nicht so einfach beugte. Sie war es, die jeden Abend bald nach den Nachrichten ausrief, dass sie diesen Schwachsinn nicht mehr ertragen können und sich in die Küche setzen würde, um ein Buch zu lesen. Heute bin ich stolz auf meine Mutter, damals allerdings schämte ich mich für sie, weil sie sich Didi Hallervorden, der Schwarzwaldklinik, der Lindenstraße, dem großen Preis und Wetten daß…? hartnäckig verweigerte. Was nur die Nachbarn über uns gedacht hätten, wenn es sich im Dorf herumgesprochen hätte, dass unsere Mutter nicht gern fernsah? Dass bei uns täglich das Gesetz gebrochen wurde, als lebten wir wie die Todfeinde im Ostblock, die das Fernsehen aus ideologischen Gründen ablehnten und erst gar keine Geräte produzierten? Nicht nur gesellschaftlich wären wir mit Sicherheit erledigt gewesen, auch die Justiz ging damals gegen Verweigerer mit voller Härte ins Gericht.

Doch dann, im Jahr 1998 bekamen wir den Brief von der Regierung, dass wir den Fernseher jetzt ausschalten durften, wann immer wir wollten. Die Fernsehpflicht war abgeschafft – wir waren frei! Noch heute erinnere ich mich an diesen Tag als einen der schönsten in meinem Leben. Ich glaube, ich habe meine Mutter nie glücklicher gesehen als damals, als wir alle zusammen das Fernsehgerät zur Schlucht am Ende des Tals schleppten und in die finstere Felsspalte hinabwarfen.

Zwei Wochen später erreichten die Bautrupps mit dem Glasfaserkabel das Dorf und ein Kommissar ging von Tür zu Tür, um jeder Familie unmissverständlich klar zu machen, wie lange wir alle täglich im Internet zu surfen hatten.

Theobald Fuchs: Fliegen

Ich liebe es zu fliegen. Richtig zu fliegen, frei in der Luft, ohne Geräte, ohne Maschinen. Nur mit der Kraft meiner Arme. Dabei fühle ich mich sicher, da ich ja selbst entscheide, in welche Höhe ich steige und wohin ich segele. Da wo ich selbst hinkomme, komme ich auch wieder heil heraus und zurück und herunter. Das ist die alte Regel. Der ich vertraue. Deswegen hat eine Katze Schnurrhaare, damit sie spürt, ob sie aus einem Loch wieder herauskommt, ehe sie hinein kriecht.

Meine Mutter war dagegen, dass ich flog. Strikt dagegen. Sie wollte, dass ich etwas Gescheites lerne. Sie hatte wohl zu viele üble Geschichten gehört von Kindern, die ihren Eltern einfach davonflogen. Mein Vater hatte keine Angst deswegen, er unterstützte mich, zeigte mir auch ein paar gute Tricks wie am Rücken fliegen und in einer Wolke die Luft anhalten, damit einen keiner darin entdecken kann. Ich flog ja auch nicht einfach fort. Als es irgendwann soweit war, verabschiedete ich mich ordentlich wie es sich gehörte und sprang vom Fensterbrett aus der Küche. Meine Mutter weinte, ihr nasses Taschentuch flatterte im Wind, dabei flog ich nur ans Ende der Straße, wo die Schule stand.

Die Schule an sich war ganz o.k. Wir lernten dies und das, doch was mir nicht gefiel: es gab haufenweise unerfüllte Vorstellungen, nicht eintreffende Erwartungen, ungültige Versprechen.

»Gleich fliegst du raus!« sagten mir die Lehrer ein ums andere Mal.

Darauf freute ich mich immer, doch der Lehrer war ein Lügner. Große Enttäuschung. Zu Fuß verließ ich das Klassenzimmer, niemand beschwerte sich. Da war etwas versprochen worden, aber nicht gehalten.

Ich probierte es immer wieder, bis ich die Schule abgeschlossen hatte. Mit drei Schlössern, deren Schlüssel ich in einer Erdspalte versenkte. Und Wasser hinterher kippte. Heute ist dort das tote Meer. Das Salz darin kommt von den Tränen all der Schüler, die enttäuscht wurden. Von sich selbst, von den Lehrerinnen und Lehrern, vom Unmöglichen als solchem, das leider echt knorzengroß ist.

Doch was hülfe mehr gegen Kummer als Bewegung in der frischen Luft? Es gibt kein Problem, das sich nicht mit Fliegen lösen ließe!

Das Schönste aber ist, im Flugzeug zu fliegen. Während die anderen in ihre Sitze festgeschnallt dasitzen und Angst haben, dass die Maschine am Boden zerschellt.

Verkrampft und bleich klammern sie sich an die Armlehnen, stoßweise und gepresst atmen sie die dünne Luft in der Kabine. Nur ich bin entspannt, nur mich stört es nicht, wenn die Hände der Stewards und Stewardessen vor Angst zittern und sie den Gin Tonic verschütten und ihnen die Tränen über’s Gesicht laufen, während sie dir einen schönen Flug wünschen. Tränen, die sie um sich selbst weinen, dass sie so dumm gewesen waren und nichts Gescheites gelernt haben, etwas, worauf ihre Mütter endlos gedrängt hatten, sondern dass sie diesen Beruf ergriffen haben, der nichts anderes als ein Selbstmordkommando ist.

Ich gleite derweil sanft und entspannt über den Köpfen der Menschen von vorn bis zum Heck der Maschine und wieder zurück zur Tür, hinter der Pilot und Pilotin vor Angst Blut schwitzen und mit verkrampften Händen beten, was das Zeug hält. Immer auf und ab fliege ich, ganz ruhig, ohne Furcht. Bis wir zusammen landen, der große Vogel und ich.

Wenn ich es nicht könnte, wenn ich nicht fliegen könnte, überall hin, wo ich will, und ganz besonders im Flugzeug – ich glaube, ich hätte dann auch wie alle anderen höllische Flugangst… behauptet zumindest meine Therapeutin. Oh! Jetzt geht’s los. Hören Sie auch dieses Geräusch? Na, dieses sirrende Geräusch, das da aus dem linken Motor kommt? Ganz klar zu hören ist das, da stimmt doch etwas nicht! Ogottogottogott… wir stürzen sicher ab!

Theobald Fuchs: Tapezierer – Gefährder oder gefährdet, so viel ist unklar!

Wie gefährlich sind Tapezierer? Ist das massenhafte Auftreten von Tapezieren wirklich ein Zeichen für eine florierende Ökonische? Oder eher der Vorbote, dass die Menschen die Freundlichkeit verlernt haben?  

Aus aktuellem Anlass fragen wir: Wie gefährdet sind Tapezierer wirklich?  

Stimmt es, dass sie nicht mehr wissen wie man lächelt und daher alles »hinter die Tapete kehren« wollen? Fragezeichen…?  

Aber nein: wie ein Neuseeländisches Experiment gezeigt hat: die unkontrollierte Vermehrung des gemeinen Tapezierers bringt andere Gruppen rasch in Bedrängnis. Zum Beispiel den wandernden Kalkbrenner, die Papierschöpferin oder das nächtliche Mauerkratzerlein. Und was reimt sich schon auf Tapezierer? Richtig: Gegenieber.  

Das hat das Neuseeländische Experiment deutlich gezeigt: Die Übersiedlung der wenigen Überlebenden nach Australien – völlig sinnlos. Plötzlich flohen alle australischen Furzkissenbläser*innen über den »Leimeimer«, wie der Pazifik zwischen den Kontinentalstaaten genannt wird.  

Nun hat Neuseeland ein Problem, während in Australien alle Wohnungen schön Raufaser. Die Tapezierer jedoch, die haben sich erst noch einmal kräftig vermehrt und dann gegenseitig. So ist das eben in der Praxis.  

Scheiß auf Neuseeland. Elitäres Blumenmuster-Pack… Meine liebe Güte, bin ich heut drauf! Na ja, ganz normal. Lag heut früh schon Gefährdung in der Luft. Irgendwas mit dem Wetter, man glaubt es nicht! 

Theobald Fuchs: Heißgetränk.

Dieses Zeug da drinne. Gurgelt und gluckert im Glas. Es ist heiß. Heißer als heiß, (gesungen) heiß, überheiß… 

Wenn man einen Tee mit 500 Grad kochen könnte, würde er dann fünf mal stärker wärmen als? Oder würde man nur fünf mal stärker pusten müssen, damit er in der gleichen Zeit trinkbar ist in Klammern: und einen nicht tötet Klammer zu.
Trinkbar heißt: knapp unter Körpertemperatur. Besser ist das. 

Erst heizen und dann kühlen – wozu? Ich versteh’s nicht, hab’s nie verstanden, sorry.
Bin vom Typ her mehr kaltes Bier. Das ganze Thema hier, sorry, aber mir ist das zu… sagichmal: so direkt. Wäre jetzt ein Wortspiel an der Reihe, dann: zu heiß. So aber… Durchschaubar trifft’s am besten. 

Draußen ist es kalt wie ein gutes Bier, drinnen total warm, weil alle wie blöd heizen, damit sie barfuß auf dem Balkon Tiere nachtanzen können. Nackig. Weil Tiere ja auch keine Klamotten anhaben, die meisten jedenfalls. 

500 Grad im Hobbykeller, der Tee kocht von allein, bloß pusten, das musst du noch selber, und zwar fünf mal so stark, sonst dauert es fünf mal so lang. Wobei fünf noch eine Untertreibung ist, meiner natürlichen Bescheidenheit geschuldet. Sechs, sieben, das kommt schon eher an die Wahrheit hin. 

So feste pusten, dass vom Bier, das einfach nur kalt sein muss, der Schaum wegfliegt. Der Schaumfetzen im Flug gefriert, wegen des Gegenwinddingens. Irgendwohin fliegt. An eine Fensterscheibe zum Beispiel, wie eine fette Fliege zerspratzelt das, pladderadatzelt wie eine Fliege, auf die mit der Fliegenpatsche… Zosch und Patsch, voll krass! Gibt aber grad keine Fliegen, scheiß die Wand an, ist das vertrackt. Es muss in jedem Fall gefrorener Bierschaum sein, der Insektengestalt annahm. Damm it! 

Andererseits: ganz so kalt wie früher vertrage ich das Bier auch nicht mehr. Aber nicht falsch verstehen: Ich gehöre noch lange nicht zur Generation Tauchsieder. Knapp unter Zimmertemperatur, das passt, und den Schaum einfach nicht wegpusten, dann passiert auch nicht das, was. 

Und letztendlich muss ich sagen: ob heiß oder kalt – das ist dann irgendwo auch relativ.

Theobald Fuchs: Geist

Draußen brodelwarm, graue Wolkenflocken wie Asche nach Norden zu, die Hauswände gerötet vom tiefen Licht. Dann der Tisch, mit Bestimmtheit von jemand anderem gekauft, nicht von dem Typen, der jetzt und hier daran sitzt. Außerdem: eine besudelte weiße Tasse, ein Topfuntersetzer aus Kork, ein kahler dünner Ast, der sich hinter dem Mann in der Fensterscheibe hektisch schwarz verzweigt.

Seuchenstimmung in der Luft, als ob sich drei Straßen weiter ein Sumpf erstreckte, mit Augen im Schlamm lauernd, mit Händen, die Bäume unter brackiges Wasser ziehen.

»Nein«, sagt der Typ, »die Flasche bleibt zu.« Seine Stimme lässt keinen Raum für Zweifel an seiner Entschlossenheit. Zweifel brauchen Platz, so wie Kinder, sie können nicht gedeihen, wenn sie in einer Spalte zwischen zwei Grabsteinen aufwachsen sollen.

Die Frau, die Arme verschränkt, drückt ihren Hintern noch fester an die Arbeitsplatte, es sieht aus, als würde sie das Körperende, in das der Rücken schwungvoll ausläuft, tief einkerben wollen, um darin eine noch schickere Leimholzplatte zu befestigen. Sie verdreht die Augen. »Oh Mann!«, schnaubt sie. »Du wirst echt wie diese Leute… «

»Und du vergisst jedes mal wieder, was passiert, wenn… oder nicht?«

Der Typ kratzt sich den ungewaschen glitzernden Kopf und zündet sich eine Zigarette an, aber so, als ob er zum ersten Mal im Leben rauchen würde. Er wirft einen zweifelnden Blick auf den glimmenden Stengel und pustet zweidreivier Mal in die Glut.

»Na gut«, sagt die Frau und lenkt ihre Aufmerksamkeit zu mir wie den Suchstrahl eines Regenradars. Ich stehe immer noch in der Tür zur Küche, habe weder Mantel noch Fellmütze abgelegt, von meinem Spazierstock flattert feuchtes Laub.
»Tschüss!« Sie klatscht mir einen auffordernden Blick in die Fresse. Ich soll gehen. Sofort.

Doch so leicht gebe ich mich nicht zufrieden: »Nun aber mal halt. Ihr habt das Ding auf eBay gestellt, ich habe die Versteigerung gewonnen, ich habe das Geld bei mir und bin hier, um mein neues Eigentum abzuholen.«

»Tschüss!« sagt sie noch einmal. »Du weißt wohl nicht, dass du nicht so aussiehst, wie einer, der mit dem Ding umgehen kann?«

Jetzt bin ich ernsthaft beleidigt. Wenn ich etwas nicht leiden kann, dass mir jemand etwas nicht zutraut. Schließlich kann ich doch alles, nicht wahr? Ich schalte hoch auf Aggro.

»Wisst ihr, dass eine Wohnung auch immer ein auf links gestülpter Kopf ist? Ich sehe mich hier um und weiß genau, wie ihr so tickt. Nicht schlimm, gar nicht. Aber ihr könnt euch nicht vor mir verstecken.«

Die zwei schauen sich an, besprechen sich mit den Augen. Sie sind wie verändert, als hätten sie etwas verstanden, das wichtig ist für sie – mich jedoch nicht das geringste angeht.

»Nein« Der rauchende Mann bewegt sich zum ersten Mal, seitdem ich hier stehe, er bricht aus seiner Versteinerung, lehnt sich zurück, kratzt sich am Bauch. »Nein«, wiederholt er, »nimm das Scheißteil mit. Unter einer Bedingung: die Flasche bleibt zu. Dauerhaft. O.k.?«

Ich lächele freundlich.

»O.k.«, sage ich. »Geht klar. Ich interessiere mich sowieso nicht für Geister…«

Nachtrag:
Ein paar Jahre später sitze ich dann selbst in einer Küche, an der Anrichte lehnt eine Frau, die jener Frau täuschend ähnlich sieht, die mir damals die Flasche nicht überlassen wollte. Ich fühle mich ungewaschen, hocke im Unterhemd vor einer schmutzigen Tasse und rauche. Im Türstock steht ein Typ, der behauptet, die Flasche auf eBay ersteigert zu haben…

Theobald O.J. Fuchs: SEX (eine wahre Begebenheit)

Kalte Hände auf heißen Armen, Frösteln im Schatten, die Augen zusammen gekniffen.
Lichtreflexe über dem Wasser, nackte Beine, glatte Haut. So sieht das Setting aus.
Außerdem: Sich durch Badeanzugsstoffnässe drückende Brustwarzenhofkonturen.

Die Zeit steht, das Frösteln, die Helle.
Die Zeit steht, steht seit einer Weile,
Vielleicht Tage oder Wochen oder Monate,
Steht ununterbrochen.
Aber es muss ja weiter gehen.

Mit Sex. Mit Sex.

Mit Sex, nasser Haut, kühlen Füßen.
Sex wälzt Gras platt, Gras stachelt Sex an.
Gewicht hat Sex mit unseren Körpern.
Wir sind Körper, wir sind kein Gewicht.
Sex, der ganze Kopf voller Sex.

Ein Frösteln, ein warmer Luftwind,
die festgefahrene, stehende Zeit.
Still. Fest. Still. Stand.
Total geil, für immer geil.

Endstufennähe, näher geht nicht, noch näher hieße schmieden, wäre verschmolzen. Noch näher hieße, nicht mehr zu trennen, wie zwei Farben, vermischt bis zum letzten Ende.
Weißbunt. Atomblitz. Sternschlag.

Oder so: Ein Kuchenteig, den echt keiner mehr zerlegen wird in Butter und Zucker.

Es dauert noch, hält noch kurz.

Dann.

Vorbei.

Theobald O.J. Fuchs: Langeweile

… Langeweile, bleibe kurz … doch noch bei mir …. weil noch lange will ich hier … mich
nach Kürze sehnen … möcht‘ die Zeit noch dehnen … kein Wechsel, auf dem Dache
gurrt’s… eilt sie doch sowieso … du verweilest viertelfroh … so lang du willst … im Walde, wo lange … ach ganz lange Zeit … ziemlich exakt gar nichts … geschehet … denn sehet… uns war fürchterlich langweilig. Fürchterlich. Freitag Mittag schon. Dann wurde es Nachmittag, dann Spätnachmittag, dann Abend. Dann stiegen wir zu acht in Mutters Kleinwagen. Ich, mein kleiner Bruder, Volker, Bernd, Stefan, Thomas, Michael und Andreas. Acht mal schwarze lange Mäntel, acht mal schwarze Lederstiefel. Acht mal Lidschatten und rote Lippen. Acht mal verworrene Vorstellungen von Existenzialismus und die neue Platte von Cure im Kopf. Acht mal unbegrenzte Vorräte an Langeweile.

Langeweile war das stärkste Gefühl in meiner ganzen Kindheit. Ununterbrochen war nichts los. Leben hieß sich ständig langweilen, jeder, den ich kannte, tat das in Vollendung, wie mit einer umgedrehten Superkraft, die allen geschenkt war. Bis ich Menschen entdeckte, die ich nicht langweilig fand. Sondern interessant. Mädchen. Sie übernahmen das Ruder als ich etwa zehn oder elf Jahre alt war. Vorher nur Langweile. Vor allem in der Schule. Die mir darüber hinaus noch den Schlaf stahl, den Schlaf am Vormittag, den ich so sehr schätzte. Denn nur in dem einen oder anderen Action-Traum war mir für kurze Zeit nicht langweilig.

Immerhin lernte ich in der Schule andere Jungs kennen, die sich ebenfalls langweilten.
Bernd, Volker, Thomas, Stefan, Michael, Andreas. Und nun waren wir unterwegs, mit dem kleinen Auto viel zu schnell über die langweiligen Hügel, dann in das langweile Dorf im drittnächsten Tal. Eine langweilige Siedlung am Ortsrand, ein Einfamilienhaus ohne Eigenschaften, eine verendete Party, irgendwelche Bekannte von irgendwem, dessen Eltern irgendwo waren. Schauen kurz vorbei. Geht klar, kein Problem. Wir haben Bier mitgebracht. Kommt rein.

Bernd brachte sich ein paar Jahre später um. Sagte man jedenfalls, nachdem er seinen geliebten Benz auf freier Strecke am hellichten Tag an einen Brückenpfeiler. Die Party war daran aber nicht schuld gewesen. Sie war lediglich langweilig, lediglich unfassbar langweilig. Unfassbar.

Ich hatte gehofft, dass Frauen da wären. Vergeblich. Oder gutes Essen. Pustekuchen. Wenigstens eine spannende Verrücktheit. Ein seltsamer Apparat zum Beispiel, an dem in der Werkstatt gebastelt wurde. Ein Tandem-Maulwurfsgleiter oder eine Fallschirm-Video-Anlage. Ich wäre sogar mit einer dänischen Schnapsbar zufrieden gewesen, mit einer westfälischen Streckbank, einem defekten Hobby-Hochofen, einer Telefonbuch-Zerreiß-Maschine im Keller, einer Karpfenhaut-Handtaschen-Sammlung – irgendetwas nur, das nicht langweilig war.

Aber alles nichts, nur vier Typen mit langweiligen kurzen Haaren, langweiligen Jeans, langweiligen Hardrock-T-Shirts. Sie hießen Thomas, Stefan, Bernd und Michael. Es lief langweiliger Hardrock aus einer langweiligen Kompaktanlage von Quelle. Die Vier saßen auf dem Teppichboden im Wohnzimmer und spielten ein langweiliges Spiel mit Würfeln.

Ja, sagte mein Bruder. Ja, sagte Thomas. O.k., sagte Stefan. Und Volker sagte: stimmt. Ein langweiliges Gespräch also.
Die Würfel klapperten ohne uns. Wir tranken schweigend Sekt, kontrollierten unsere Leningrad-Cowboy-Frisuren im Spiegel im Hausflur. Wir waren irgendwie mega… dann stiegen wir wieder zu acht ins Auto. Bernd, Volker, Thomas, Stefan, Michael, Andreas, mein Bruder und ich. Wir sagten nicht tschüss, wir fuhren solange durch die Nacht, bis wir links vorne die Stadt. Da war dann echt was los.

Theobald Fuchs: Sucht

Die Leute, bei denen ich meine Kindheit verbrachte, waren süchtig. Hochgradig süchtig. Nach Wegwerfen. Sie warfen ständig weg, was sie schon besaßen, um sich neue Dinge anzuschaffen. 

Meine früheste Erinnerung ist, dass ich mich Abends aus dem Haus schlich, um im nahen Wald ein Loch zu graben. Darin, unter einer dicken Schicht aus Nadeln, Laub und Moos versteckte ich meinen Lieblingsteddy. 

Als ich aufblickte, standen sie bereits da und beobachteten mein Tun.  

»Was machst du?« fragten sie. 

»Ich habe Angst, dass jemand meinen Teddy wegwirft.« 

»Ach so«, sagten sie, »den alten Teddy…«, und brachten mich nach Hause. Am nächsten Tag war der Teddy… Sie hatten halt nicht anders gekonnt, die Sucht war eben stärker gewesen als sie, und es musste zwangsläufig dahin kommen, dass ich, wenn man so will, eine Ko-Abhängigkeit entwickelte. Ich entwickelte einen Zwang, Dinge für immer aufzuheben. 

Seltsam war, dass die Frau niemals den Mann fortschickte und der Mann niemals die Frau. Sie waren das einzige in ihrem Leben, das sie nie gegen etwas Neues austauschten. Das mag untypisch erscheinen, gar nicht zum sonstigen Gebaren passen, aber es wird wohl ein Versehen gewesen sein, ein gewöhnlicher Fehler. Denn auch beim Wegwerfen passieren Fehler. Auch beim Wegwerfen gibt es eine Art blinder Fleck. Zum Beispiel in Gestalt eines Ehegesponses. 

Doch darauf wollte ich mich nicht mehr verlassen. Ich beschloss mit sehr jungen Jahren, absolute Kontrolle über die Gegenstände in meinem Besitz zu gewinnen. Ich lernte, das, was mir wichtig war, so gut zu verstecken, dass es niemand anderes mehr finden konnte. Die Eichhörnchen wurden meine Vorbilder, wie besessen studierte ich ihre Tricks.

Das ging soweit, dass ich genauso wie diese dämlichen Nager manchmal meine eigenen Verstecke nicht mehr wiederfand. Keine Ahnung, wie viele meiner Spielsachen noch heute dort draußen im Wald gut verpackt und sorgfältig geschützt in der Erde darauf warten, dass ich sie abhole. 

Die Kleidung, die ich mochte, lagerte ich bei einem Freund. Morgens auf dem Weg zur Schule machte ich kurz Station bei ihm, zog meine alten Lieblingsklamotten an und ließ die neuen Sachen, die ich in beim Aufstehen neben meinem Bett vorgefunden hatte, tagsüber dort. 

Ein einziges Mal noch gelang es der Frau, die wir spaßeshalber »Mutter« nannten, eines meiner liebsten T-shirts zu entsorgen. Ich hatte es nur kurz ausgezogen, um im Keller die Kohlen zu wenden, was reihum jeden Monat einer von uns zur Aufgabe hatte. 

»Wo ist mein T-shirt«, fragte ich sie, als ich mir den schwarzen Staub vom Körper gewaschen hatte. 

»Ach, dieses hässliche alte T-shirt? Was ist das schon im Angesicht der Ewigkeit! Sei froh, du kannst dir jetzt ein neues kaufen.« 

»Ich fasse es nicht!« schrie ich. »Es war mein Lieblingsshirt! Von meiner Lieblingsband! Es hat mir meine Lieblingsfreundin zu meinem Lieblingsgeburtstag geschenkt! Noch keine fünf Lieblingsjahre alt… das kann man doch nicht wegwerfen!« 

»Ach komm, vergiss den alten Kram. Niemand will den alten Kram. Der alte Kram belastet einen doch nur. Den alten Kram muss man wegwerfen. Ich freu‘ mich für dich.« 

Damit endete unser letzter Streit. Ich konnte sie mit Argumenten nicht mehr erreichen, sie hatte sich in ihren Wahn eingesperrt, in dem alles, was nicht neu war, sofort weggeworfen werden musste. Den Schlüssel zu ihrer Welt hatte sie wohl ebenfalls nach dem ersten Gebrauch zum Altmetallhändler gebracht. Von nun an machte ich keine Fehler mehr. Ich besorgte mir alle Gegenstände, die ich zum Leben brauchte und trug sie ständig in einem Tresor bei mir, den ich mit einer Kette an meinem Bein befestigte. Sogar einen Teller und ein Glas führte ich mit mir, sorgfältig in einen alten Teppich eingewickelt. Ich wurde sehr stark, der Stärkste in meiner Klasse wurde ich, da es keine Sekunde gab, in der ich nicht allen meinen Besitz mit mir schleppte. 

Dahingegen sie, die Frau, sie kochte und warf nach dem Essen alles Geschirr einfach auf den Boden. 

»Hoppla«, rief sie, »alles kaputt! Wie schön, dann können wir endlich etwas Neues kaufen!« 

Dann zogen sie los, sie und ihr Mann und kauften ein. Glücklich kamen sie nach Hause zurück, schwer beladen mit neuem Zeug. 

Die Sucht war es, die sie dazu zwang, sie konnten eigentlich nichts dafür, und niemand half ihnen. Solange sie funktionierten, solange sie damit durchkamen, solange war es für die Gesellschaft in Ordnung. Und die Behörden sahen bewusst in eine andere Richtung. 

Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre! Später, als ich schon ausgezogen war, traten sie einer Partei bei und wurden erfolgreiche und angesehene Politiker. 

Als ich sechzehn wurde, verkündete ich im Kreis der zahlreichen Leute, die in jenem Haus versammelt waren, dass ich ausziehen würde und dass ich eine Lehre als Restaurator beginnen würde. Der Lehrherr hätte eine Gesellenwohnung voller alter Möbel für mich, erklärte ich und verabschiedete mich – nicht überschwenglich, aber auch nicht unhöflich knapp. 

»Wie schön!«, rief die Frau, die mich jeden Morgen geweckt hatte, damit ich rechtzeitig in der Schule saß, »Ein Esser weniger, dann können wir uns ja noch einen neuen Hund anschaffen, sobald wir den alten ins Tierheim gebracht haben! Jetzt gleich!« 

Der Hund kapierte sofort, was los war, verkroch sich unter dem Sofa. Natürlich half ihm das. Nicht. Im geringsten. 

Einmal noch kehrte ich zurück, da ich für eine Bewerbung ein altes Schulzeugnis brauchte. Ich hatte zwar wenig Hoffnung, vielleicht, so dachte ich, machen sie bei offiziellen Dokumenten eine Ausnahme… Nun, was soll’s. Hatte ich doch schon vor einiger Zeit einen sehr geschickten und dabei überaus preisgünstigen Fälscher kennengelernt, der mir dann weiterhalf. Immerhin erfuhr ich angelegentlich des Besuches, dass die Leute, die mir im Rahmen ihrer Sucht Obdach und Nahrung gegeben hatten, bei den letzten Wahlen einen großen Sieg errungen hatten. Sie waren Bundeskanzlerehepaar geworden.

Ihr Erfolg gründete darauf, dass sie Verwaltung und Parlamente gründlich ausmisteten. Sie warfen alte Gesetze genauso weg wie alte Beamte. Ganze Ministerien flogen auf den Kehricht, jahrhundertealte Strukturen in Verwaltung, Parlament, Justiz – alles wurde hinaus geschmissen und nagelneu angeschafft. Das brachte ihnen anfangs große Sympathien ein, in den ersten Monaten war die Bevölkerung hellauf begeistert von ihrer Arbeit. Eine regelrechte Welle des Ausmistens schwappte durchs Land, vor den Städten wuchsen Müllberge, höher als das Ulmer Münster und an etlichen Orten halb so groß wie das Saarland. 

Doch wie das mit Süchtigen eben so ist: sie konnten nicht mehr aufhören. Sie machten sich daran Bahnstrecken und Flughäfen, Wasserwerke und Krankenhäuser, Sozialwohnungen und die Polizei. Das hatte nichts mehr mit freiem Willen zu tun, sie verloren vielmehr die Kontrolle, so wie ein Autofahrer, der bei 200 Stundenkilometern das Lenkrad abbeißt und zum Fenster hinausschleudert. Sie waren kurz davor, wirklich alles wegzuwerfen, den Himmel, die Erde, die Menschen, Tiere und Pflanzen und so wäre die ganze Welt beim galaktischen Schrotthändler gelandet, wenn sie nicht im letzten Moment, wirklich nur wenige Augenblicke, ehe sie die Existenz alles Seienden sowie die Nicht-Existenz alles Nicht-Seienden ausgelöscht hätten, innehielten und erkannten, dass ihr Werk nur dann vollendet und zum Abschluss gebracht werden konnte, wenn sie sich selbst zum Schrott bringen würden. 

Da gingen ihnen die Augen auf, wie einem das Land verschlingenden Drachen, der alles gefressen hat außer dem eigenen Schwanz, und, während er daran schnüffelt und ein oder zwei Mal abschleckt, begreift, dass es jetzt vielleicht genug ist. (und er dringend eine Dusche bräuchte, was sich bei Drachen allerdings häufig als schwieriger als gedacht darstellt.)

»Gut ist’s, oder?«, fragte sie, und der Mann, den wir spaßeshalber »Vater« gerufen hatten, antwortete mit denselben Worten. »Ja, gut ist’s«, sagte er und nickte mit dem Kopf und nahm ihre Hand und ging zusammen mit ihr los Richtung Sonnenuntergang, der aber auch ein Sonnenaufgang gewesen sein könnte, so genau kann man’s auf dem Foto nicht erkennen, und von da an waren sie geheilt und befreit von ihrem Zwang und lebten wie wir alle als ganz gewöhnliche Messis noch ein paar Jahre vor sich hin, auf zwei Zimmern, Küche, Bad im vierten Stock zwischen Kisten und Möbeln, zwischen Kleidern und Elektroschrott, bis sich auch für sie das Schicksal erfüllte und sie den Ruf an der Tür hörten: »Lassen Sie mich durch, verdammt nochmal, ich bin doch die Person von der Entsorgungsfirma…« 

Theobald O.J. Fuchs: Magie

Wir fahren alle Schritt, Kinder winken freundlichen Fahrern zu, freundliche Fahrer lächeln, die Sonne scheint, alle haben Lust auf ein Eis.
Zauberhafte Raststättenwelt. Vier Euro für einen Espresso sind nicht zu viel verlangt, in der Kapelle kann man so herrlich zur Ruhe kommen. Gymnastik ist wichtig, keine Minute davon ist vergeudete Zeit.
Die schöne Plastikrutsche, voll bunt, toll für die Kinder. Schade dass sie nicht ins Auto passt.
Niemand ist zu laut, niemand zu schnell, wir stehen gerne an, hier ist auch kein Bargeld notwendig. Hier macht das Leben eine Pause, legt sogar die Hektik die Füße hoch. Wir alle machen jetzt eine schöne Pause.
Ein schwarzer Opa macht die Klos sauber, er hat das große Los gezogen, global gesehen. Ich krieg einen exklusiven Sanifair-Bon, mit dem ich tolle Angebote kaufen kann. Die gibt’s nur hier, exklusiv für uns, die Pisser, die beim Pissen Werbung auf einem kleinen Monitor über der Pissmuschel schauen dürfen, alles wohlverdient. Nur 70 Cent fürs Pissen, davon bekomme ich sogar 50 wieder zurück, geil!
Ein Teller Nudeln, ein kleines Bier für die Großen, für das Kind ein Deutschlandtier aus Stoff.
Alle sind glücklich, auch die Menschen, die hier arbeiten dürfen, weil strukturschwache Gegend. Nur Windräder außen ringsherum, und als extra Plus dürfen die Angestellten auf einem Waldweg zur Raststätte fahren. Einfach rein, Unbefugte verboten. Was für ein Privileg!
Deswegen lächeln sie alle und sind hellwach beim Bedienen, beim Mich-bedienen, früh um halb vier neben der Autobahn. Davon haben sie früher alle geträumt und jetzt ist es wahr geworden.
So wie wenn die Fee wem einen Wunsch erfüllt. Irgendwie magisch und so.