„Ich chume us Dütschland“
sagte er
auf Schwiizerdütsch
Nach Jahren
in der Schweiz
Er sprach
fast fließend Dialekt
Doch er blieb
ein Fremder.
Das Magazin für Eigenart
„Ich chume us Dütschland“
sagte er
auf Schwiizerdütsch
Nach Jahren
in der Schweiz
Er sprach
fast fließend Dialekt
Doch er blieb
ein Fremder.
In Berlin
kaufte ich
ein paar Schrippen
In der Pfalz
en Weck
Und in Köln
e paar Brötcher
Die schmeckten
Ich aß sie
alle weg
Die Dialekte
knusperten
Noch lange
im Ohr.
White Paintings
von Rauschenberg
7 weiße Leinwände
und keine Farbe
Nur Weiß
Das im Tageslicht
unterschiedlich wirkt
Mit den Schatten
von den Besuchern.
im Augenblick zählt das Licht, die Sekunden
verlangsamen sich auf dem Flächenquadrat
in einem Raum zu dem Raum voller Größe
den deine Augen schlussendlich erfassen
hier rückt das Bild von dir selbst in das nächste
gekritzelte Stück deiner Schaffenskraft
wo deine Sonne kein Licht mehr benötigt
bist du bereits bei dir selbst und ganz nackt
für das gefrorene Meer, das von außen
setzt du den Fluss in Natté weiter ab
und mischst den Malstift zum Grau dieser Wüste
die uns umringt, jetzt wirkst du sentimental
und klopfst an die Tür, der Tür deines Herzens
mit dem du fliegst, wenn du losgelöst bist
Schütze mein Gesicht
vor den Gedanken
der anderen
die mit Zeitgeist spucken
kleben dir Zeitenwende
ans Hemd das ein
Totenhemd wird
Ungefragt
nehmen sie deine Zeit
und stecken sie in
die Waschmaschine
der Meinungsmache
herauskommt
mainstream
sie sagen
du bist einverstanden
und schon schreiben
Historiker Bücher
Luxus pur
im Überfluss
die Verschwendung
Dekadenz
unbegrenzt
Nichts als Himmel
Armut
und Mangel
verarmt
Es wird
nicht warm
Dunkle Wolken
wohin man schaut.
er liest, sie klimpert lautlos Farben, sieht
die leisen Töne auf der Tastatur
es fühlt sich fast gelangweilt an und nur
ihr Herz schwingt nah am Flügel, denn es fliegt
soweit das Auge reichen kann. er liest
gebannt im Sonntagsblatt, schaut auf die Uhr
und sagt beiläufig, sicher, yes and sure
wenn er die Grafiken der Börse sieht
sie träumt sich seufz, er soll mich hier und jetzt
auf diesem Stuhl oder dem Tisch, zerfetzt
entweder schnell das Kleid, das Zeitungsblatt
ich bin es leid, ich habe ihn so satt
wenn er nicht gleich auf meinen Tasten spielt
zumindest aufblickt und mein Kleid ansieht…
und suchst du mich in jenen Geistern wieder
wirst du nichts finden außer Staub und Ton
in meinem eigentlichen Für-Befinden
zu sagen, was ich denke, ist nicht neu
den Zeitgeist Heute klar zu definieren
der dich von einem Trend zum andern schickt
damit wir Mode gleich uns modisch fühlen
und angekommen sind im Hier und Jetzt
das ist im Grund der Herren eigner Geist
sich Bild für Bild den Himmel schön zu reden
um ewig Avantgarde EN VOGUE zu sein
scheint Sucht nach mehr der Ware Kernproblem
und jeder Blätterfall im Winterregen
die Überhitzung, die zum Himmel steigt…
vater mutter kind kegel haus hund
vater mutter kind kegel haus hund
vater mutter kind kegel haus hund
kater futter rind schlegel haut huhn
pater luther sind flegel chaos kund
vater mutter kind kegel haus hund
water kutter wind pegel raus rund
dater butter find wegel laus mund
vater mutter kind kegel haus hund
mater vutter grind egel graus schund
zater zutter zind zegel zaus zund
vater mutter kind kegel haus hund
lager gucker bim efe paut lund
a e u e i e e au u
vater mutter kind kegel haus hund
wawe wuwwe wIw wewew wau wu
error error error error error error
vater mutter kind kegel haus hund
vater mutter kind kegel haus hund
Die alte Postkarte
vom Meer
grüßt mit
verblasster Tinte
Mein Bruder
war dort,
vor Jahren.
Das Meer
verschlang ihn
lautlos in seiner Tiefe
Ich vermisse
ihn sehr.