Claus Caraut: Der Panker

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Schaben
so müd geworden, er hält nichts mehr aus.
Auch nicht sein Bier, wo sich nun Schaben laben
und neben tausend Schaben eine Laus.
Die Punker-Gang vorm Bahnhof Würzburg Mitte,
die sich zum Sound vom Ghettoblaster dreht,
schwoft einen Tanz, vergisst mit jedem Schritte,
dass da, wie schon erwähnt, die Schabe steht.
Die Schabe aus der Mitte ruft: „Pass auf, Claus!
Sonst kommt noch dein Gedicht vom Thema ab.“
„Der Panker sollt es heißen!“, sagt die Spitzmaus.
Und nicht Brehms Tierleben, du alter Dapp.“

Claus Caraut

Claus Caraut (*89 in Kitzingen) ist ein mäßig bekannter Buchdichter, Filmliebhaber, Hellseher, Schausteller, Podcäster, Feuerschlucker, Steher, Nasenbohrer, Sittenstrolch, Löwenbändiger und Astronaut aus Oberscheinfeld. Sein Buch „Ein Buch das nicht wüsste, weshalb es RENEN heißen sollte“ verkaufte sich. Er hat schon bei ein-zwei interessanten Sachen mitgemacht, wie dem Titanic-Magazin oder seiner eigenen Lesebühne „Das Blutige Telefonbuch“ und im Internet war er auch schon einmal. Im letzten Jahr hat er eine eskapistische Wachsschallplatte aufgenommen. Titel: „2017 – Ein scheiß Jahr in scheiß Liedern“. Obwohl Claus Caraut sein Leben ganz der Lyrik geweiht hat, schreibt er gerade an seinem ersten griechischen Heldenepos „Karius und Daktylus“, auf das auch wieder niemand gewartet hat.

Manchmal wird er mit Klaus Gradaus oder Gerwin Weinknoth verwechselt.
Das hat seinen Grund.
Foto: Felix Schmid

Claus Caraut bei EBMD: