Mein Körper
ist hellgrau
und hat haarige Schuppen
Schwarze
und rote Augenflecken
auf weißen Flügeln
Ich fliege
über Terrassen hinweg
Meine Flügel
ein leichtes Vibrieren
Am Steilhang
der Vergänglichkeit
Feine Tupfer
in der grünen Landschaft.
Das Magazin für Eigenart
Mein Körper
ist hellgrau
und hat haarige Schuppen
Schwarze
und rote Augenflecken
auf weißen Flügeln
Ich fliege
über Terrassen hinweg
Meine Flügel
ein leichtes Vibrieren
Am Steilhang
der Vergänglichkeit
Feine Tupfer
in der grünen Landschaft.
Blaue Wände
spielen
Ornamente
spiegeln sich im Auge
In der roten Vase
leuchten gelbe Ringelblumen
Farbe,
die den Atem hält
Tanzende Figuren
Räume,
die uns ansehen,
bevor wir sie betrachten.
(Paul Klee, 1937)
Form
Farbe
Auf schmalen Füßen
Viadukte
Brückenbögen
im Aufruhr
Kommen
auf dich zu
Marschieren sie?
Menschen
ohne Kopf.
Milchiges Schweigen,
schwache Konturen
Baumstümpfe,
Geister
Das Tal
vom Schleier verschluckt
Im Auge
die unsichtbare Welt.
Suppe
mit Buchstaben
Ein Zeichen
fehlt für mich
Ich suche,
stochere
In der Brühe
schwappt keine Antwort.
Versalzen
ungenießbar
Zahlen
im Minusbereich
Kosten
explodieren
In meiner Tasche
schwindet das Geld
Meine Hose
ist zerschlissen.
Wald sein
Atmen
und wachsen
Wald sein
Sich aufbäumen
und frei sein
Wald sein
Und sonst nichts.
Für jeden Stein
ein Baum
Bald wächst
ein Wald
Für jede Lunge
atmet der Wald.
Zerstörte Landschaft
übersät von Kahlschlägen
und Kraternarben
Hier war
einmal der Wald
Baumstümpfe und Reste,
totes Gestrüpp
Traurigkeit,
die in mir wächst
Hier war
einmal ein Wald
Die letzten Bäume
In den Wipfeln
blättert der Tod.
Im Wald
unter Bäumen,
komme ich
mir selbst entgegen
Mein Rücken
ist grün bemoost
Überwuchert
von Farngewächsen
In den Wipfeln
rascheln die Blätter
Ich dufte nach Harz
und Nadeln
Wilde Himbeeren
wachsen in mir
Ein Specht
klopft an meinen Bauch
Ich atme Wald.