Blumenleere: patchwork & merge

von wie vielen personen nahmst du schablonen, um dich, peu à peu, mit ihnen auszumalen? gab es da nicht immer auch kraeftemessen, dominant versus rezessiv oder was? beziehungsweise: andrer ansatz, weg von den ideen der anthropozaene – plural, weil wir alle divergierend phantasieren. rein aus dir raus wolltest du formen, nur leider hatte dir irgendwas die idee vorweggenommen – das heiszt, deine welt, naemlich, ein bunt zwitscherndes chaos, mit ultraerschoepfender reibung versehen. zudem mit virulenten metaphern, zwischen sym- & antipathien, so traeumst du zwar bisweilen von neutralen idealen – deine realitaet, aber, chronisch zerrissen, bleibe auf ewig ein hin & ein her.

Blumenleere: paradise renewed

wo die feisten birnen – o, man solle sie ja absolut nicht mit jenen andren vergleichen … – gluehen & sich diskurse aus verschiedensten aeren – &, nein, nicht jedes getreide fuehre uns hinaus, zum selben brot … – erratisch uebereinander stapeln, den fiktiven strukturen der ebensolchen teilhabenden hoerig, dauert es nicht lange, bis ein veritabler kollaps droht, welchen es tunlichst zu beschleunigen gilt … korrekt!, wir zelebrieren ein numinoses abrissfest! zeit & raum, naemlich, letztlich kategorisch schier per se absurde weltanschauungen nicht blosz erodieren & mutieren zu lassen, sondern sie bewusst & gezielt zu nihilieren; zwar werden wir keine tabula rasa kreieren, solange uns der boden verschuett geht, unter truemmern & splittern, die unsere wahrnehmung penetrieren, aber vielleicht ist darunter ja auch ein samenkorn, geeignet, sich zu einer wunderbaren pflanze – einem schlangenumwobenen apfelbaum, vielleicht – zu entfalten, deren schmackhafte fruechte uns allen die augen oeffnen koennten, auf dass wir endlich saeten, was wirklich sei …

Blumenleere: tuedelue!

pack deine arroganz & wirf sie in den muelleimer, den funny van dannen zum uebergangscontainer fuer die entsorgung trauriger lieder stilisiert, wenn du sagst, die metaphysik sei tot, verlaesst du deinen zustaendigkeitsbereich, denn blosz, weil manche philophischen dikurse einen solchen status quo propagieren, heiszt das noch lange nicht mehr als fast nichts, nein, vielmehr bedeutet es vornehmlich eins, naemlich dass wenige die uebrigen bevormundend bestimmen wollen, welche weltanschauungen & ansaetze akzeptabel, legitim & welche nicht ernst zu nehmen sind – & das, obwohl die bedeutungen der kommunikation in jedem von uns unterschiedlich erst entstehen & ferner unsre lebenswelten, die perspektiven & gesetzmaeszigkeiten unserer traeume, die wir bisweilen wagen, realitaet zu nennen.

Blumenleere: wie fremde federn schmuecken

mit der urbanisierung verlagerte sich das diffuse feld der legendenbildung, irgendwann, zusehends gen metropole – &, selbstverstaendlich, auch kleinere konglomerationen anthropogener siedlungseinheiten. setting, im weitesten sinne, dennoch: der ambivalente groszstadtdschungel – eine virtuelle welt fuer sich, ein layer ueber der per se neutralen – eventuell gar ein wenig fade anmutenden – realitaet scheinbar rational durcheinandergewuerfelter baukomplexe. indes, keine einsamen held:inn:en, die umherstreifen & sich mit dubiosen abenteuern herumschlagen – naja, eigentlich durchaus, allerdings ruhe der schwerpunkt mittlerweile eher auf dem absurden, dem eindringen eines vornehmlich dem aberwitz huldigenden mythos in die allzu kalkulierten architekturen unseres auf engstem raum zusammengepressten miteinander lebens – &, leben muessens, weil viele kaum vor einer wahlmoeglichkeit stehen oder es anders nie kennengelernt haben. & da uns nahezu alles, was uns blosz tendenziell an klassische gut-boese-konflike erinnert, ein unangenehmes gefuehl erzeugt – pfui, pathos, pfui! –, laben wir uns nun lieber an vermeintlich seltsamen begebenheiten, die zwar irgendwie stattfinden haetten koennen, doch unser empfinden fuer plausibilitaet auf eine schwierige probe – das selbige dadurch neukalibrierende – probe stellen: die obskuren initiationsriten der zivilisierten wilden, stattfindend im rahmen heimeliger – eine melange aus heimlichkeit & vertrauen? – schwafelrunden, wo voellig an den haaren herbeigezogene beziehungsgeflechte erichtet werden: habt ihr schon gehoert, der/die/das, meiner/meines/meines, deren/dessen/dessen, die/der/das, wiederum …?

blumenleere: are we our destinies?



ob aurora borealis oder borreliose, eine frage des lichteinfalls, dessen schimmer sich auf deiner haut niedersetze, das konzept ihrer membran benetze & bald hindurch dringe, bis zum verarbeitungszentrum hirn, wo alle daten kopulieren & wundersame kinderchen hervorbringen. & damit sollst du dann zu leben haben, irgendwie, im ominoesen spielraum zwischen hypochonder, anhaenger:in sogenannter alternativer heilungsmethoden oder der inzwischen selbst in konventionellen kreisen durchaus hinterfragten bis verpoenten, kaum mittelalten – indes, die wurzeln, die wurzeln … ! – schulmedizin. beziehungsweise spielen wir lieber das psychsosomatische spiel? jedes symptom, mit dem du dich auseinandersetzt, weil es dir nicht gefaellt, sei resultat eines inneren, unverarbeiteten konflikts – feindbild unversoehntes unbewusstes –? & du roedelst dahin, um dich wieder in eine topform zu bringen, die du nie hattest – dreams becoming schemes to try to conceal a past that never was –, & erkennst nicht, wie du schlicht & ergreifend einfach aelter wirst & dein koerper dich, in der konsequenz – yeah, i know it sucks, but that’s life! –, verlaesst, peu à peu. ja, vielleicht schoener, dahingegen, das prinzip salutogenese, ein permanentes oszillieren in einem spektrum, ohne realistische option, je einen seiner absoluten pole zu beruehren –  & fuehlst du dich gesund, bist du es auch, denn sogar, wenn du dich damit komplett verrennen wuerdest, waere, ehe du es bemerken koenntest, dein tod eh vorher schon da; à la hallo!