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Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z) transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet kybernetisch in den space gepresst.
Diese Seite ist gut, denn sie bietet eine einwandfreie Möglichkeit, in allen Beiträgen herumzustöbern, die im Rahmen von EB&MD veröffentlicht worden sind.

Aktuelle Themen

zu den Themen

#0028 – Traum
Wenns so recht schwarz wird um mich herum, hab ich meine besten Besuche.
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#0027 – Wirtschaft
Die unsichtbare Hand regelt und rasiert.
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#0026 – Wundertüte (Gast: Doc Toc)
Eine Wundertüte ist eine (...) Tüte aus Papier, die man käuflich erwerben kann und in der sich eine oder mehrere
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Neue Textbeiträge

Beiträge Prosa

M.S. Bakausky: Sie haben Geschichte geschrieben

Manchmal gibt es einen Musik-Act, der einfach den Nerv der Zeit trifft. Leute wie Elvis Presley,  die Beatles, Falco oder Madonna. Doch in den frühen neunziger Jahren gab es nur eine Band, die überhaupt etwas zu sagen hatte: Scooter.Mit dem äußerst genialen Frontmann H.P. Baxxter.Im Jahre 1994 gab es nur ein Lied, dass man hörte, wenn man auf sich etwas hielt: „Hyper Hyper“ wurde international, weltweit auf allen Sendefrequenzen und in jedem angesagten Club auf und ab gespielt.Natürlich hatte auch ich die Single auf CD gekauft. Ich war damals acht Jahre alt und konnte den Refrain auswendig. Ganz zum Missfallen...
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Beiträge Lyrik

Marius Geitz: Hype

I Alle meine FreundeGeh‘n langsam vor die Hunde Alle haben sie ein ThemaDas sie heim heimlich quält Dabei war’n wir doch so fröhlichSo voller VitalitätDas verblassen passiert langsam Bald sind wir nicht mehr zu seh‘n Wie konnte das passieren Vor allem ohne KnallEinfach nur vergehenAls war‘n wir niemals da Wie konnte das passieren Und vor allem: was ist jetztWie können wir ausblendenWas nun zurück liegt II Nachdem ich weiß, wie klein der Übergang von Gegenwart zu Vergangenheit ist, hilft es mir bisweilen, alles wovor ich bange mit diesem Wissen abzugleichen. Ich denke mich, in die in der Zukunft liegende Vergangenheit, um der Gegenwart die...
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Beiträge Lyrik

Bird Berlin: kadonkadonk grossgott – 8 oder 9 haikus, wie man es braucht

oh gott du lieberschenktest uns erst franz jof straußund  voller gnade dann auch noch markusden gotterlöser söderin voller güte der wie sein vater,franz jof strauss, der gottesmutterähnlichkeiten hat. {wütender einschub}es scheint als ob ermit allem in seinem darmähnlichkeiten hat.{infantiles getue} Und es muss sich gottfür jeden nachtisch feiernden markus kredenzt wohlbehütetemundschutzfarmen liegen ihmwie wir zu füßen was ein mann, was einka donka donk booty mannso tolles so kann Weil mir sonst wirklichkein grund dafür einfieleweswegen Antlitz und liebe auf dengroßgotterlöser söder ruhmig fallen soll
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Beiträge Kommentar

Peter Momberg: Klopapier

Was tun mit dem ganzen Klopapier? Wer kennt es nicht. Habe die Zeichen frühzeitig erkannt und in Klopapier investiert. Jetzt steht die Bude voll, was tun, ich brauche Luft zum atmen. - Skulpturen bauen. Klopapier einweichen und das Männekel formen das euer Wohnzimmer bereichert. Könnt auch das Fensterbrett damit dekorieren. - Die längste Küchenrolle … alter Spruch aber wenn ihr zu viel Klopapier habt lieber mal Servietten sparen, die sind keine Mangelware. - Eine ganz tolle Idee kommt von meinem Sohn Roy. Er hat sein altes Stickeralbum geleert und sammelt jetzt verschiedene Motiv Klopapiere (hat jemand noch Motiv „Leuchtturm“ von...
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Beiträge Lyrik

Christian Y. Schmidt: Lieblings-Spam 2

Kling dein Ohrhörer auch nicht gut? Ersetze zum drahtlosen Typ, gut für Telefonieren. Hast du Halsweh? Knüpfe die Krämpfe mit Massagenkissen auf, göttliches Gefühl. Krümme dich nicht: Geradehalter für jeden, Schmerzen weg. Schatz, hast das Antischnarch-Armand an? Wunderbare Erholung. Würdest du dein Freund, Lebensgefährte beschenken? Messgerät mit LED Display. Ständiges Schnarchen? Er soll den komfortablen Riemen anlegen, wird nie schnarchen. Wagen verkratzt? Lackausbesserung Politurmaschine. Liebste war überrascht. WURSTELST du morgens mit Eis herum? Glasschutzschicht für Autofahrer! Hast du genug von Lichtgirlande? Laser- und LED-Beleuchtung sind angekommen! Hat einer Kamel dein Auto eingedruckt? Repariere die Delle mit brandneuem Set! PHANTASTISCHES Sichterlebnis:...
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Beiträge Hörspiele

Untot in Gostenhof: (6) Ida im Büro

Ida überragte die füllige Sekretärin, die am Kopierer stand, um eineinhalb Kopflängen. Die Dame kopierte mühsam Seiten aus einem Buch und stellte sich dabei so ungeschickt an, dass die Kopien zur Hälfte komplett schwarz waren.  »Hübsch sieht das aus«, sagte Ida, »aber brauchen Sie noch lange?«  »Ich wollte eigentlich erst Mittag machen und danach dann fertig ...«  Ida hatte keine Eile. Sie schlenderte zurück in ihr Büro. Die Sekretärin setzte sich an ihren Tisch und begann ein Butterbrot zu kauen, wobei ihr Brösel aus dem Mundwinkel rieselten.  Etwa zwei Stunden später machte Ida einen weiteren Anlauf. Diesmal war der Kopierer frei, aber der Papiereinzug war...
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Beiträge Drama Monolog

Michael Schmidt: Wuiser und die Ausgangsbeschränkung

Ja, das mit dieser Ausgangssache tut keinem von uns so richtig gut. Trotzdem gibt’s Leut, die damit besser umgehen können als andere. Die sehen dann das alles dann viel gelassener. Das muss noch angeblich von den Genen herkommen. Von den menschlichen Genen her. Von der Eiszeit. Da haben die Leut ja auch eine Zeit lang nicht von der Höhle rausgekonnt, wenn der Gletscher die erst mal zugeschoben hat. Die haben dann halt abwarten müssen, bis der Gletscher wieder weggetaut war. Freilich, ein, zwei Mammuts hat da auch jeder im Vorrat gehabt. Oder ein Riesenfaultier. Was halt gerade da war. Was...
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Beiträge Prosa Uncategorized

Theobald O.J. Fuchs: Isolation

Dr. Venkatraman trat vor das Hochhaus ins pralle Sonnenlicht. Er legte seine Stirn in Falten, als er hinauf in den blauen Himmel blickte. Dort kreiste ein schwarzer Pulk Krähen. Vielleicht ein Zeichen, dachte Venkatraman. Fast unsichtbar kleine Farbpartikel, die sich vom roten Punkt zwischen seinen Augenbrauen gelöst hatten, bröselten zu Boden. Doch ein Zeichen für was? fragte sich Venkatraman. Wenn er nur mit jemandem darüber sprechen könnte! Doch Rajiv Lakshminarayanan war seit Tagen nicht mehr im Dienst erschienen, das ganze Bürogebäude war menschenleer, niemand interessierte sich mehr für die Arbeit der Behörde. Venkatraman ging vor bis zur Ecke, wo die...
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Beiträge Prosa

Raphael Stratz: Der Aufzug aus Ägypten

Ob es eine Hölle gibt, wird kontrovers diskutiert. Die korrekte Antwort auf die Frage nach einer Vorhölle wechselt von Papst zu Papst. Viele sind sich nicht sicher, ob sich die Existenz eines Ortes namens „Bielefeld“ belegen lässt, sind sich aber sicher, dass dieser, so es ihn denn gibt, der Hölle am nächsten kommt. Einen Ort, dessen Existenz sich lückenlos nachweisen lässt stellt hingegen der Aufzug dar. Jener Aufzug, in dem ich gemeinsam mit Armin und Pavel stecken blieb. Eigentlich hatten wir nur nach oben fahren wollen, um unserem alten Schulfreund Marx eine Stinkbombe in sein Büro zu liefern. Marx arbeitete...
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Beiträge Lyrik

Marius und die Bibblfreunde: Quarantino Quarantorno

Quarantino QuarantornoEs wird Zeit für einen Jorno.Wenn ich nicht mehr malochen kann,Dann wird es schnell mal abgefahr'n. Quarantino QuarantornoEs wird Zeit für einen Jorno.In den ich reichlich reinhaun kann.Endlich brennt die Lunte an. Quarantino QuarantornoEs wird Zeit für einen Jorno. Dass Isolation so schön sein kann.Ich ruf all meine Freunde an.
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Beiträge Prosa

Immanuel Reinschlüssel: Mobilität 4k

Die Sonne steigt langsam über die sanfte Hügelkette,  zerfurcht das nebelverhangene Tal und dringt zaghaften in bis in die tiefen Züge des Tales ein. Ich kenne dieses Schauspiel, habe ihm schon unzählige Male schweigend beigewohnt und es sorgsam beobachtet, habe im Laufe der Jahrzehnte jedes noch so kleine Detail perfektioniert und auch die winzigsten Makel beseitigt. Die Hügelkette, die sich an den Horizont schmiegt wie ein frisch verliebtes Mädchen.  Die Tektonik der Täler. Der dichte Wuchs der Gebirgsausläufer. Der leichte Wolkenflaum, der ohne Wiederstand den Weg des Morgenlichtes freigibt. Die Farbschattierungen der Graslandschaft. Das Plätschern der verworrenen Bäche. Meine Idee,...
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Beiträge Prosa Uncategorized

Anja Gmeinwieser: Flugversuch der Taube in Bilbao (gescheitert)

Stelle dir vor, du bist in einem Flughafen gefangen. Stell dir vor, dein Pass hat zwischen dem Check-In und dem Abflug, bei dem du – nur du – ausnahmsweise nach besagtem Pass gefragt wurdest, eine andere Biegung genommen, als du selbst. Ich stelle mir das manchmal vor, und dass dies eine Vorstellung ist, die ich mit vielen teile und dass uns alle ein wohlig ekler Schauer befällt, Lustangst vor dem Leben im Niemandsland, in einer Dystopie aus Paranoia, die uns die Welt erst erschließt. Spätestens seit diesem Film mit Tom Hanks, in dem Tom Hanks einen mit Pass- und Visaproblemen...
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Beiträge Drama Hörspiele

Lily Schuster: Traum

Stefan: „Was liegt dir denn auf dem Herzen, was du mir mitten in der Nacht erzählen musst?“ Sie: „Ich gebe in diese hochmoderne Suchmaschine namens „Google“ die Buchstaben -T-r-a-m- Definition ein. -Enter-... Straßenbahn, hä? Straßenbahn? Achsooo, vertippt! -Löschtaste- u- m- Definition-Enter-. Na also.. hammas jetzt? Erstens: im Schlaf auftretende Abfolge von Vorstellungen, Bildern, Ereignissen, Erlebnissen. Beispiel: „ein schöner, seltsamer Traum“ Zweite Definition ist unterteilt in zweitens a und zweitens b. Zweitens a: sehnlicher, unerfüllter Wunsch. Beispiel: „Der Traum vom Glück“ Zweitens b: etwas traumhaft schönes, Person; Sache, die wie die Erfüllung geheimer Wünsche erscheint. Beispiel: „Das ist ja ein Traum...
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Beiträge Prosa

Felix Benjamin: Traum

„Angebot und Nachfrage, Angebot und Nachfrage“ murmle ich nervös vor mich hin, als der Wirtschaftslehrer das Klassenzimmer betritt. Doch ich habe Glück: Ich werde nicht abgefragt, sondern wir machen Klassenfahrt. In der Jugendherberge teile ich mir ein Zimmer mit Linus Volkmann und nenne ihn Wenzel.  Wir sitzen auf dem Sofa, trinken Bier und rauchen. Wenzel unterhält sich mit Arne Zank, der uns gegenübersitzt. „Das ist ja Arne Zank!“, denke ich aufgeregt, will mich aber nicht als nerviger Fan zu erkennen geben und rauche still vor mich hin. Auf einmal sind da aber auch alle anderen Tocos und da muss ich...
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Beiträge Lyrik

Malva: Traum

Flirrende Sommerhitze, ein altes Bauernhaus, hohes Gras und Mondblumen. Der kleine Bach im August 1969. Augen schließen sich, Leben erzähl mir von dir! Kindheit, Konformität, alles ist möglich, ich betrete mein Haus, sehe eine alte Holztreppe, geschlossene Türen, kalte Fliesen, Stille. Neugierde führt in Raum Eins, Leichtigkeit, Experimentierfreude, Lieben, Tiefschlaf. Größtes Glück, in Raum Zwei sind sie, sechs Kinder, meine Kinder- und dann, ungläubiges Staunen, meine fünf Enkel. Rückblick in Raum Drei. Steile Stufen führen hinauf, Kälte, Anstrengung, Angst, Schuld, Hoffnung, ich gehe nach Jahren schnell hinaus und nie wieder zurück. Ich spüre die Sonne, noch eine Tür, Raum Vier....
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Beiträge Drama

Benjamin Weissinger: Pflaumen

Musikalienhandel, später Nachmittag kurz vor Ladenschluss "Guten Tag!""Guten Tag! Wie kann ich Ihnen helfen?""Och... ich schau mich erstmal ein bisschen um""Gerne 🙂 wir schließen zwar um 18 Uhr, aber ein paar Minuten haben sie ja noch 🙂 ""Oh. Dann...komme ich doch lieber gleich zur Sache. Schauen Sie mal hier, was ich in meiner Tasche habe""...was ist das? Pflaumen!?""Eine Dose eingelegte Pflaumen. Sie fragen sich jetzt sicher, was ich damit in einem Musikladen möchte.""Ja, da bin ich gespannt.""Und zwar würde ich da 50 Euro für haben wollen. Aber wir können auch noch handeln.""Ich glaube ich verstehe nicht. Also wir.... ""45!""Nein, also...
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Beiträge Prosa Tagebucheintrag

Martin Knepper: Der Traum, ein Witz

Traum vom 18. Oktober 2003: Ich bin deutlich jünger, etwa Oberstufe oder Erstsemester, und besuche mit einer Delegation von Gleichaltrigen (Schülerzeitung o.ä.) Otto Schily. Sein Amtssitz sieht von innen aus wie das Anwesen Christoph Martin Wielands in Oßmannstedt, am Fenster steht ein Rokokosekretär. Endlich kommt Schily. Er sieht aus wie immer, schmallippig, etwas verkniffen, hat aber seinen anthroposophischen Haarschnitt silbern gefärbt und aufgeföhnt, er erinnert mich an Gotthilf Fischer. Das einzige, was mich und die anderen aber wirklich überrascht: Schily ist winzig, nicht bloß etwas mickrig wie Gerhard Schröder, sondern nicht größer als ein Kind oder Wee Man aus der...
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Beiträge Hörspiele

Untot in Gostenhof: (5) Kindervergrämer

»Du musst auch einmal raus aus deinem Kellerverlies«, sagte Tante Mathilda nachdrücklich. Großonkel Vladimir, dem dieser Ratschlag galt, knurrte einen vergeblichen Protest. »Ich sehe keine Veranlassung dazu, irgendwohin zu gehen ...«, schimpfte er. Doch Mathilda schob ihn mit sanfter Gewalt auf den Beifahrersitz von Idas silbernen Auto, während Ida sich ans Steuer setzte. Im hellen Licht des Tages tanzten Milliarden Staubkörnchen um Vladimirs kahlen Schädel. Sein Gesicht hatte eine wachsgelbe Farbe und sein Anzug war über und über bedeckt mit Spinnweben und Staubflusen.  »Wenn Mathilda sich etwas in den Kopf gesetzt hat, ist Widerstand zwecklos, Vladimir, das solltest du am besten wissen«, sagte Ida und zündete sich eine...
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Beiträge Prosa

Daphne Elfenbein: Der Tierfreie Nichtraucherhaushalt

Der Tierfreie Nichtraucherhaushalt ist derzeit das entscheidende Qualitätsmerkmal im virtuellen Kaufhaus der Gebrauchtwaren für Minimalisten und Hartz-IV Empfänger: ………..Ebay-Kleinanzeigen. Im Tierfreien Nichtraucherhaushalt kriegen Sie alles, was Sie nicht brauchen. Und das gebraucht: Die Wasserfilterkanne, das Vintage Puzzle mit dem zerdrückten Karton, das Fitness – Gummiband und den verschlissenen Kniestuhl. Sowohl beim Verkäufer als auch bei Ihnen wird das Ding ungenutzt herumstehen. Doch es ist billig! Der Tierfreie Nichtraucherhaushalt garantiert Ihnen aber, dass weder Hundehaare, Spucke oder Katzenkotze dran kleben.  Allein das Kauferlebnis ist schon ein Abenteuer und toppt jede Shopping-Tour durch die Galeries Lafayette. Sie sitzen also an einem langweiligen...
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Beiträge Lyrik

Philip Saß: Traum

Ich stand, wie Menschen meistens stehn, doch sah nichts: Das war mir neu (man kann ja häufig sehn, wie alle Dinge rundherum geschehn). Nur, wenn mein Blick nicht täuschte, dann geschah nichts. Da stand ich nun und sah nicht viel, na ja: nichts. Das soll, wer das verstehen kann, verstehn! Ich sorgte mich schon um mein Wohlergehn, und rang und sprang und sang la la la la: nichts! Ich stand – das sagte ich schon oben einmal – und wusste keinen Rat, weil nichts geschah. ich stand und stand und war den Tränen nah. Ich stand und nahm mir hilflos...
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