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Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z) transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet kybernetisch in den space gepresst.
Diese Seite ist gut, denn sie bietet eine einwandfreie Möglichkeit, in allen Beiträgen herumzustöbern, die im Rahmen von EB&MD veröffentlicht worden sind.

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Neue Textbeiträge

Beiträge Kommentar Prosa

Andreas Lugauer: U-Bahn-Türen

Leute, die ihr bei manuellen U-Bahntüren nur einen Flügel öffnet – eure Strafe in der Hölle sei eine ewige U-Bahnfahrt, ohne Ausstieg, ohne Endstation, es möge dabei immer morgendlicher Werktagsverkehr herrschen, alle Sitzplätze sollen belegt sein, die Stehplätze auch und euer Kopf möge angeschmiegt werden von Schultern, Oberarme sollen euch einklemmen links und rechts und vorne und hinten, Hutkrempen mögen in einer Tour euer Gesicht streicheln und Pelzkrägen ebenso, Hunde eure Hände ablecken, sämtliche Handschlaufen mögen vollgeniest sein mit gelbem und grünem und meinetwegen auch weißlichem Lungenauswurf, Heuschrecken sollen durchs Abteil schwärmen, Frösche eure Hosenbeine hochschleimen, Mücken und Fliegen in...
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Beiträge Lyrik

Diana Ruhe: Dann bleibe ich liegen

Einatmen Ausatmen Die Schwerkraft drückt mich auf das Laken Die Decke speichert meine Wärme Ich muss nur atmen Ich atme und schaue an die weiße Decke über mir Die Decke ist nicht der Himmel Die Decke ist kalt Leblos Aber die Wände verletzen mich nicht Sie schützen mich, vermeintlich Manchmal öffnet sich in meinem Leben ein Loch Und dann zieht es mich an diesen Ort Dass hier auch Andere waren Erscheint mir unwirklich An manchen Tagen bin ich gerne verkatert Damit ich den ganzen Tag hier sein kann Manchmal werden meine Lider schwer Ohne Grund, nein, weil sich die Aufgaben...
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Beiträge Lyrik

M: Schmetterling

Farbe dünn wie Blatt Papier trägt den Sonnentanz frei im Licht die feine Zier prächtig strahlt der Glanz. Finger, schmal wie Spinnenbeine greifen, fangen, knicken, brechen. Kräftig, grob wie rauhe Steine bunt bemalte Flächen. Nadel sticht den kleinen Körper fest an harten Tafelkork Flügel blühen für den Mörder, Tage, Jahre, fort und fort.  
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Beiträge Lyrik

Fabian Lenthe: Du drängst durch Lücken und Spalten

Du drängst durch Lücken und Spalten Hetzt Mauern entlang Hastest durch Felder Fällst Hänge hinab Spuren von Flucht an den Sohlen Armen und Beinen Aus deiner Haut sprießt Angst Wurzelt tief in den Poren Du bleibst fern von den Lichtern Sie verraten dich nur Aus den Ecken klappernde Kiefer Das Knacken von Knochen Hinter dir sammeln sich Schatten Am Ende der Straße ein Haus  
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Beiträge Hörspiele

Untot in Gostenhof: (2) "Hochzeitsvorbereitungen im Wald"

Der Schnee fiel in dicken Flocken vom nächtlichen Himmel über der Stadt, als ein silbernes Auto langsam um die Ecke einer verwaisten Straße bog und vor einem uralten Wohnhaus stehen blieb, über dessen Hauseingang zwei fauchende Fratzen, die kunstvoll in den Sandstein geschlagen waren, die Besucher willkommen hießen. Wie aufquellender Hefeteig wälzte sich Dunkelheit zwischen den spärlich gesetzten Straßenlaternen, in deren blass-gelben Lichtkegeln die Schneeflocken wie Schmetterlinge tanzten. Die junge Frau am Steuer des Wagens trug trotz der Finsternis, die sie umgab, eine Sonnenbrille. Sie zündete sich eine Zigarette an, deren Glut ihrem bleichen Gesicht einen orangefarbenen Schimmer verlieh. Sie...
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Beiträge Lyrik

Holger Kellmeyer: FRIENDS

Ich weiß bis heute nicht Wieso wir uns verliebt hab’n Und ausgerechnet Wir beide in einander. Ich weiß bis heute nicht Wieso wir uns geliebt hab’n Und ausgerechnet Hier und nicht bei dir. Ich weiß bis heute nicht Wie du mich verführt hast Und ausgewechselt War ich danach dann sowieso Ich will’s auch gar nicht wissen Will nichts kapieren, nichts versteh’n Ich will nur immer bei dir sein. Ich will nur immer bei dir sein. Ich weiß bis heute nicht Wieso wir so verrückt war’n Uns zu verlassen Immer wieder hin und her Ich weiß bis heute nicht Wieso wir...
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Beiträge

Stefan Lienerth: Sascha 27

Sascha 27 Haha ich weiss nicht was ich in die blöde Beschreibung reinschreiben soll ich mag zu vieeeel xD Online Dating ist ja eigentlich nicht so mein Ding aber ich hab so wenig Zeit neben all meinen Interessen. Gin-Fanatiker! Nicht regelmäßlig lol ist ja klar aber wenn Gin dann nur Guten nicht so ein Bombay Zeug! So ein richtiger guter Gin Tonic bei dem man über Aromen und Körper sprechen kann. Aber nicht dass ich so ein Thema zum sprechen brauch weil ich bin ganz easy um mit zu reden also easy going haha. Eigentlich bin hier hier gar nicht...
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Beiträge Hörspiele

Untot in Gostenhof: (1) "Besuch am Balkon"

Durch die geöffnete Tür zum Balkon erschallte die Klingel an der Wohnungstür. Tante Mathilda stand auf und strich sich die Schürze glatt. „Nanu?“, sagte sie, „Besuch, so spät am Nachmittag? Erwartest Du noch einen Deiner Saufbrüder, Serban?“ Serban, der sich entspannt in seinem schwarzen Korbstuhl zurück gelehnt und die Beine ausgestreckt hatte, schüttelte den Kopf mit dem imposanten, weißen Haarschopf. „Nicht dass ich wüsste“, sagte er und lächelte ein spitzbübisches Lächeln. „Ach!“, rief Mathilda aus, „ich weiß, wer es ist! Es ist bestimmt der junge Mann aus dem dritten Stock, der sein Paket abholen will.“ Sie verschwand in der Küche,...
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Beiträge Prosa

Raphael Stratz: Wie wir uns einander passend machen

Ein einzelner Staubfussel kann viel verursachen. Gerät er in einen Rauchmelder, so schlägt dieser unter Umständen falschen Alarm, woraufhin große Fertigungshallen geräumt werden müssen, die Produktion für etwa zwanzig Minuten zum erliegen kommt und wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe entstehen. Außerdem können die produzierten Waren deshalb nicht rechtzeitig geliefert werden, was einen Handelskrieg mit Paraguay auslöst und letztlich zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Kanada und Dänemark führt. Ein einzelner Staubfussel könnte auch, sollte er nicht ordnungsgemäß entfernt worden sein, in einem Operationssaal landen. Dort gelangt er an das Besteck der zuständigen Ärztin und verbleibt schließlich im Körper des zu operierenden. Da der...
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Beiträge Prosa

Felix Benjamin: Reise ins Licht

Du bist noch ein Kind und liegst in deinem Bett. Deine Mama kommt zur Tür rein und sagt zu dir, dass du jetzt endlich das Licht ausmachen sollst. Du fragst, ob sie dann das Licht im Flur anlassen kann, weil du sonst Angst hast. Sie sagt zu dir, dass das nur Stromverschwendung wäre, wünscht dir eine gute Nacht und macht die Tür hinter sich zu. Du rufst sie nochmal zurück. Du fragst, was sein wird, wenn du mal gestorben bist. Was da dann sein wird, wenn du nicht mehr lebst. Deine Mama sagt zu dir, dass da einfach nichts sein...
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Beiträge Prosa

Theobald O.J. Fuchs: Das Bett

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Beiträge Kommentar Prosa

Ruben Trawally: BETT

Der Begriff leitet sich vom weisen Satz von The Who „You better you bett“ ab, was soviel bedeutet wie „Besser schlafen“ respektiv „In der Ruhe liegt die Kraft“. Das Betten versucht man auch in Las Vegas, oder in der Deutschen „Buß und Bett AG“, wobei kein Mensch weiß wo die Aktionäre schlafen. Gerade in Randbett-zirken Europas (auch Grenzbett-zirk genannt) liegen die wahren Könner der horizontalen Revolution. Sachsens Politiker gönnen sich auch einmal im Jahr ein Heavy Betting Festival, mitunter ohne Fremde, Freunde, oder gar Liebste. Dass Bettler den ganzen Tag schlafend nichts machen stimmt zwar, jedoch sind sie gefälligst nicht...
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Beiträge Kommentar Prosa

KARO: Betten

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Beiträge Sachtext

Andreas Lugauer: Der Kokon des Philosophen

Weniges ist so gehaltlos und doch so unterhaltsam wie Klatsch und Tratsch. Dies gilt freilich auch für die Damen und Herren Philosophinnen und Philosophen. Gassenhauer im Philosophen-Gossip ist seit je das privathäusliche Verhalten des berühmtesten deutschen Idealisten, Immanuel Kant aus Königsberg. Was für eine wunderliche, neurotische Type er gewesen sein muss: Sein Tagesablauf war streng geplant, vom pünktlichen Aufstehen um 5 Uhr morgens über die nach dem Frühstück abgeleistete Arbeit in der Studierstube, die Vorlesungstätigkeit an der Universität und das Mittagsmahl im Kreis von Freunden – alles ging so pünktlich vonstatten, dass Zeitgenossen raunten, nach Kants Gewohnheiten könne man die...
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Beiträge Lyrik

Bird Berlin: Wir brauchen mehr Bären an den Klingeln

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Beiträge Prosa

Elmar Tannert: Fränkische Gastlichkeit

Das Bett ist bekanntlich ein Ort verschiedenster Lustbarkeiten. Eine davon ist das Frühstück. Ja, im Bett wollten wir frühstücken, die Geliebte und ich, im Bett unseres mittelfränkischen Kleinstadthotelzimmers, wohinein die Morgensonne Wärme und strahlend Licht sandte. „Geh in den Frühstücksraum!“ gurrte die Geliebte mir ins Ohr, „und jag uns ein Frühstück, mein Held!“ - „Ja, mit Gottes Hilfe!“ sagte ich, frisierte mich mit einer Handvoll Leitungswasser, streifte Hemd und Hose über und machte mich tapfer auf den langen Weg zum Frühstücksraum, am anderen Ende des Korridors gelegen. Dort, in bedrohlichem Halbdunkel, wachte die Wirtin strengen Blicks über ihr Sortiment aus...
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Beiträge Drama Hörspiele

Andreas Vincent Weber: Yoko und John – Eine Liebe aus Kaltschaum

Irgendwann in Amsterdam. Ein sonniger Morgen erhellt eine Suite in einer Jugendherberge. YOKO und JOHN erwachen gerade in ihre Flitterwochen hinein. Auf dem Tagesplan stehen heute eine original Industriehafenrundfahrt und eine coole Käseverkostung. Der Wecker gibt einen Urschrei von sich. YOKO klappt hoch und begrüßt den Tag. Y, herzallerliebst: Hui, was für ein schöner Morgen! Da möchte ich doch mal meinen Lieben Mann aufwecken. JOOOOHN! AUFWACHÄN JETZT! WIR HABEN HEUTE VIEL VOR! John stöhnt, schält sich aus den Federn und sieht nicht ganz so frisch aus. Sein Bocklevel ist sichtlich low. J: Was ist denn los mein Hasenpfötchen? Wie spät...
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Beiträge Prosa

Carolin Wabra: Heimkommen

und ich weiß dass es dir nicht gut geht. habe es bereits gerochen als du nach hause kamst. als du in dein zimmer gingst und die tür leise hinter dir zugezogen hast.es roch ganz süßlich im gang nach deinem parfum. aber auch nach deiner traurigkeit.jetzt liegst du in deinem bett und hast die dunkelblau gestreifte bettdecke über dich gelegt. genauso wie die schwere des heutigen tages - ach des ganzen lebens - über dir liegt. in embryonalstellung hast du dich zusammengerollt. dein warmer bauch drückt sich an deine kühlen oberschenkel.ich liege im zimmer nebenan. starre an die decke und kann...
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Beiträge

Fabian Lenthe: Einer von euch oder einer von vielen

Ey, glotz mir nicht so auf den Wanzt, will ich sagen und tu es nicht. Früher wäre das nicht nötig gewesen aber wir werden ja alle älter, denke ich. Seit fünf Jahren werde ich älter und denke, ich werde einfach nur älter und denke und werde älter. Ich habe nie an Diäten geglaubt, nicht an Wunder aber gehofft hab ich immer. Wenn jeder dritte ein Gewichtsproblem hat, ist es dann ein Problem oder Trend? Abgesehen von der spürbar schlechter werdenden Kondition und aneinander reibenden Oberschenkeln, gleicht der morgendliche Blick in den Spiegel, einem Biss auf die Zunge. Würde ich anderen...
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Beiträge Prosa

Felix Benjamin: Scheitern als Chance

Jetzt ist Erik oben in seiner Wolke und es tut nichts mehr weh. Von hier oben ist der blaue Planet ganz klein und unbedeutend. Klein und unbedeutend ist auch die Spezies, der seine Eltern angehört. Säugetiere, die am Wochenende den Rasen mähen und den Rest der Zeit ihr Reihenhaus abbezahlen. Zwischendurch wirft diese Tierart auch mit Geschirr nach ihrem Nachwuchs, wenn der es wagt, mit den Fingern zu essen. Erik sieht sich diese Welt an wie eine Tierdokumentation. Er sieht seinen eigenen Körper im Keller seines Elternhauses auf dem Teppichboden liegen und an die Decke starren.Neben seinem Körper steht ein...
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