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Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z) transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet kybernetisch in den space gepresst.
Diese Seite ist gut, denn sie bietet eine einwandfreie Möglichkeit, in allen Beiträgen herumzustöbern, die im Rahmen von EB&MD veröffentlicht worden sind.

Aktuelle Themen

zu den Themen

#0003 – Säugetiere
Füchse, Kakerlaken, Igel, Wale, Affen, Giraffen, Endivien und sogar der Superhund Chico, sie alle geben sich hier ihre zweifelhafte Ehre.
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#0002 – Heimat
Was ist das eigentlich, diese Heimat, von der zur Zeit alle sprechen und zuweilen auch schrei(b)en? Außerdem widmen sie sich
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#0001 – Alleen und Müll
Dies nun ist sie, die Pilotfolge dieser Sendereihe. Zum Kennenlernen nutzten EB und MD die beliebten Fahrstuhlthemen: Avenidas, Stuhlgang, Essen
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Neue Textbeiträge

Beiträge Prosa

Peter Momberg: Helden

Radio hat mich gefragt wer mein Vorbild ist. Mein grosses Vorbild ist Christian Grey. Habe gelesen Bücher eins bis drei, in denen er sein Leben als Multimillionär beschreibt. Er hat viele Freunde aber im Herzen will er nur eine Sache: Liebe. Das ist wie bei mir. Mombi möchte auch Liebe. Ich möchte geliebt werden, aber keine will mich lieben. Christian Grey hat es aber geschafft, weil er ein Firmen Impernium besitzt, sehr sportlich ist, Hubschrauber fliegen kann und ein total kranker Mann ist. Darauf stehen die Frauen, das zeigen Bücher. Er heiratet und bekommt viele Kinder. Ich weiß nicht wo...
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Beiträge Prosa

Nicolai Hagedorn: Unwahre Alltagsschurken

Häufig hört man, wirkliche Helden seien Leute, die unbemerkt Großes leisten. „Held des Alltags“ kann demnach im Grunde jeder werden, der sich irgendwie nützlich macht. Besonders „stille“ bzw. „wahre“ Helden sind beliebt und wer nach ihnen Ausschau hält, findet sich bald in einer Stadt wieder, von der man nur hoffen kann, sie hätte keinen solchen, deren „Mannheimer Morgen“ aber meldet, es reichten oft „kleine Gesten, die Menschen zu Helden des Alltags – und damit zu „Kavalieren der Straße“ – machen.“ Kavaliere der Straße? Jepp, sagen die Mannheimer, man habe bereits über 60.000 als solche ausgezeichnet, sogar zwei Frauen (Eden und...
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Beiträge Prosa

Horst Schulze Entrum: Wie ich das Ozonloch stopfte

Der folgende Text ist mein allererster Action-Text. Und deswegen wollte ich den eigentlich mit der Synchron-Stimme von Robert De Niro sprechen. Aber das darf ich nicht. Reine Rechtefrage. Der Text heißt: Wie ich das Ozonloch stopfte Irgendwo da oben musste ein großes Ozonloch sein. Ich beschloss, es zu stopfen. Doch ich war wohl wieder mal ganz auf mich allein gestellt: Im neuen Y-Heft fand ich so schnell kein passendes Gimmick, und auf meine alten Freunde Chuck Norris und Bruce Willis musste ich verzichten. Denn die sind nur reine Fiktion und werden selber von richtigen Schauspielern gespielt. Aber zum Glück hatte...
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Beiträge Hörspiele

MartinSchulz: Helden

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Beiträge

Nicolai Hagedorn: Helden

Es trug sich dereinst eine Geschichte zu, an der insgesamt 3 jugendliche Herren aus der Mittelschicht, einer davon sogar Türke, beteiligt waren. Sie ergaunerten um ein Haar einen gehörigen Batzen Bargeld. Die Geschichte ist selbstverständlich ganz wahr und beginnt mit Nils, der sich zu jenem Zeitpunkt einerseits für deutlich klüger und gewitzter hielt als den großen Rest der Gleichaltrigen, allerdings bei diesen nicht recht die beanspruchte Anerkennung fand, was ihn zu einem leichten Opfer machte hinsichtlich der Anwerbungsversuche des eigentlichen Ausheckers des ganzen Coups, Chris, ein bereits in der Spätpubertät rund einen Meter neunzig messenden und viel umjubelten Torwart der...
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Beiträge

Andreas Lugauer: Yves Eigenrauch

Einleitung Es ist an der Zeit, sich festzulegen: Der lustig-schönste Name aller Zeiten und Länder und eines Helden überhaupt ist der des langjährigen Abwehrspielers des FC Schalke 04 >Yves Eigenrauch<. Yves Eigenrauch. Yves Eigenrauch hat für einen Verteidiger eine bemerkenswerte Fairplay-Bilanz. Er [d.i. Yves Eigenrauch] erhielt in seiner gesamten Bundesligazeit nur 15 gelbe Karten, keine einzige rote Karte und – das muss dazugesagt werden –, Yves Eigenrauch verteilte die 15 gelben Karten sehr geschickt auf seine Profikarriere, denn: Yves Eigenrauch war nie gesperrt, wie es einem in der Herren-Fußballbundesliga nach der fünften gelben Karte in Folge geschieht. Opa meinte zwar,...
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Beiträge

Arabella Block: Spielanleitung für Helden

Jeder bekommt eine Spielfigur. Du musst eine Farbe anmelden, sonst gibt es keine Helden. Sonst singen sie nicht. Singen wie die Kiebitze. Dazu muss es Seiten geben. Mindestens zwei muss es geben. Hat etwas Seiten im Leben, dann singen sie wieder, singen die Lieder von richtig und falsch. „Der Held liegt im Auge des Betrachters, doch er schert sich nicht drum.“ Wähl deine Seite und zieh. Wähle Schwarz oder Weiß! Nicht Feldgrau oder braun wie das Vieh. Helden stehen nicht an Übergängen, nicht an sanften Hängen, selten im Morgengrauen und im Abenddämmer nie. Sie stehen High Noon. Schattenlos. Ohne den...
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Beiträge

Angelika Jodl: 鴛鴦 (Mandarinente)

Durch den Frost im Winter war der Boden gut vorbereitet. Als Lai Fang Lei ihn mit der Harke bearbeitete, fiel die Erde in schwarzen Brocken auseinander. Regenwürmer wanden sich auf den Klumpen. Seine Familie besaß noch mehr Ackerland am Dorfrand, heute hatte er nur die drei Mu hinter seinem Haus pflügen können. Aber Bohnen und Mais kamen sowieso erst in zwei Wochen dran. Er legte die Hacke beiseite, holte das große Sieb und lehnte es an den Pflaumenbaum am südlichen Ende des Ackers. Dann lud er die Schubkarre voll mit Erde, fuhr sie dicht an das Sieb und begann, die...
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Beiträge

Anz Nebel: Helden

So toll wie sonst nur die 80er oder 90er, 70er oder noch schlimmer. Du denkst an Batman, du denkst an Supermans Cape, das irgendwie diese absurden Schwerkraftmoves, besser Antischwerkraftmoves draufhat, wie in einem Parabelflug für immer, an Superman, weil er irgendwie dazugehört und fragst dich: wie genau sind diese Menschen gealtert? Sie haben geraucht und sich dran gewöhnt Sie haben gesoffen und sich dran gewöhnt und dann bleibt das - hängen - kleben und da sind die Falten und alles. Alter. Ich wünsch mir eine*n Held*in in meinem Leben und es macht mich ein wenig traurig, dass es das nicht...
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Beiträge

Matt S. Bakausky: Spiel, Satz und…

Meine Mutter nahm einen Zug von ihrer Movie, aschte ab und sagte „Vom nächtelangen Zocken vor dem TV bekommst du noch viereckige Augen!“ Ich hielt das zu diesem Zeitpunkt noch für einen dummen Spruch. Ich betrachtete meinen Augen dennoch vorsichtshalber von nun an intensiv beim morgendlichen Zähneputzen im Spiegel – war nicht schon eine winzige kleine Vereckung wahrnehmbar? Ich zweifelte immer noch an dieser Behauptung, hielt sie für einen mütterlichen Satz zu Erziehung, in der selben Liga wie „Wenn du eine Grimasse schneidest, bleibt dein Gesicht so“, „Wenn du deinen Teller nicht auf isst, regnet es morgen“ oder „Rauchen ist...
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Horst Schulze Entrum: Im Alter gibt es für fast jedes Problem ein Hilfsmittel, nur nicht gegen die Einsamkeit

Ich schlafe gerne lang, werde immer vergesslicher und habe öfters schlechte Laune. Also hab ich mir gedacht: Das sind doch gute Ressourcen; warum nutze ich die nicht beruflich? Und so habe ich eine Stelle als Tester angenommen. Als Tester für Senioren-Bedarf. Und bevor ich den Titel dieses Textes auch wieder vergesse, habe ich ihn einfach nur Alter genannt, aber vollständig heißt er: Im Alter gibt es für fast jedes Problem ein Hilfsmittel, nur nicht gegen die Einsamkeit. Ich habe schöne Socken an. Socken, die meine Waden nicht so einschnüren. Dazu Schuhe, in die ich leicht hineinkomme. Ich probiere meinen neuen...
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Erasmus zu Roevershagen: Vögel I-X

Vogel I - der kleine Vogel Vogel II - der große Vogel Vogel III - der andere Vogel Vogel IV - der dritte Vogel Vogel V - der falsche Vogel Vogel VI - der schräge Vogel Vogel VII - der obere Vogel Vogel VIII - der Nebenvogel Vogel IX - der Hauptvogel Vogel X - der kalte Vogel
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Andreas Lugauer: Déjà-Vu

Ob sich Iron Maiden schon mal den Spaß erlaubt haben, ihren Song ‹Deja Vu› in einer Show an zwei verschiedenen Stellen der Setlist zu spielen?
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Matt S. Bakausky: Déjà-Vu Forever

Als ich Abends nach Hause kam, fand ich einen dicken Umschlag im Briefkasten. Ohne Absenderadresse, jedoch mit Briefmarke und Stempel aus Hong Kong. In der Wohnung angekommen öffnete ich den Brief und fand darin ein kleines Fläschchen. Es war verpackt in dieser Folie mit diesen Aufplopp-Noppen. Die Flasche sah irgendwie billig aus, als wäre sie leicht zerbrechlich. Doppelt bedruckt mit dem Namen "Deja vu Forever". Ich hatte vor kurzem in einem Onlineshop diese Flüssigkeit bestellt. Oben an der Flasche angebracht war ein Deckel mit einem Zerstäuber. Der Marketing-Text war knapp und doch aussagekräftig. "Deja vu Forever is a parfume for...
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Beiträge Prosa

Natalia Breininger: Neon

Ich frage die Katze, ob sie genug gekotzt hat, ja, meint sie, aber ich noch nicht; mein Hals ist geschwollen, die Nase läuft, Hartz IV bald auch; irgendwie ist alles kaputt und angeschlagen, abgeschlagen, mit Lichtern und Raumfahrten dazwischen, Größenwahnphantasien und Existenzängsten, Beziehungswracks und unrealisierter Romantik, ich bin – so viele, dass ich es gar nicht halten kann, und draußen sind – so wenige: wer klopft an die Tür, der klopft an die Tür, ich gehe in Tangenten die Welt ab, Entropien wie Berge um mein Gehäuse, ich esse die Suppe, weil ich muss, und wache auf, weil ich nicht...
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Beiträge Prosa

Natalia Breininger: (My lost hometown #2)

Ich erinnere mich, an diesen Mann, wie wir nach Hause liefen auf der Brivibas iela, waren wir einkaufen, wahrscheinlich, meine Mutter hatte mich bei der Hand, ich war sieben und es war September, zu früh um Jacken zu tragen, aber nicht Pullover, Menschengewusel, und dann kommt aus der Kreuzungsecke, an der Gemüse und Blumen verkauft wird, ein Mann, er hat dieses weiche, menschliche Gesicht, das mich an meinen Vater erinnert und irrt ziellos umher, mein Blick senkt sich und er trägt diesen typischen Eastsidepullover, die es nur Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger gab, und ein burgunderroter Fleck zeichnet...
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Beiträge

Anja Gmeinwieser: Donnerstag 07:44 bis 08:00 – 18. Mai 2018

Ich weiß nicht, seit wann genau, aber seit einer Zeit steht vor dem Kiosk an der Pfütze, die nie ganz versiegt, ein Mann und starrt dort in die Pfütze hinein. Dabei hat er eine Mimik aufgesetzt, in der ich mir irgendwas zwischen Gleichgültigkeit und Abscheu erstarrt denke. Schön ist er nicht, der Mann, ich würde sogar sagen, ganz im Gegenteil, und das halte ich nicht allein für ein Geschmacksurteil. Das Gesicht aus Tränensäcken hängt gerade noch über einer jägergrünen Jacke mit ausgebeulten Taschen, eine eigenartig neu wirkende Fotokamera hängt an einer ebenfalls hängenden rechten Schulter – dass sie ihm nicht...
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Beiträge

Anna Hofmann: Déjà-Vu

Die ganze Welt dreht sich um einen Punkt zwei Meter neben mir und ich schlafe rückwärts. Im Traum scheint mir die Szenerie real, am Tag ist mir das meiste fremd. Alles hier ist stimmig. Als ich in seine Wohnung trete, sehe ich Bücherstapel auf dem Tisch liegen, sie sind parallel zur Kante ausgerichtet. Ich schaudere und denke über äußere und innere Ordnung nach. Er sitzt neben mir und redet so viel, er spricht nicht mit mir, er redet und mein Hirn pocht gegen die Schädeldecke. Früher nannte ich das Migräne, aber es ist ein chronisches Klopfen in meinem Kopf geworden....
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Beiträge

Veronika Kracher: Videospiele

In der Regel sind Videospiele Ermächtigungsfantasien. Sie ermöglichen uns für einige Stunden aus dem kapitalistischen Alltag, der uns immer wieder vor Augen führt, dass wir nicht viel mehr sind als ein kleines Rädchen im Getriebe, ein Wurm im Kompost, auszubrechen. Dann ist man kein unterbezahlte Angestellte mehr, sondern ein Monsterjäger, eine Weltraumheldin, ein sexy Halbdämon mit einem riesigen Schwert, kurz: die Person von deren Existenz oft nicht weniger als das Schicksal der Menschheit abhängt. Diese Ermächtigung ist Teil der immensen Anziehungskraft von Videospielen: während wir im realen Leben permanent mit unserem eigenen Scheitern konfrontiert sind und Dinge in der Regel...
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Beiträge Prosa

Andreas Lugauer: Das Videospiel der Kläranlage

2000 muss es gewesen sein, als ich in den großen Ferien zwischen achter und neunter Klasse zwei Wochen lang beim Gemeindebauhof arbeitete. Also bei derjenigen Einrichtung, die sich um alles, was im Ort so anfällt, «kümmert».Zugeteilt war ich dabei dem Hermann. Hermann war Mitte 40 und Mitglied beim örtlichen Trinkverein «Fort Dimple» (Kenner kennen den gleichnamigen Whiskey). Da kam es sonntagnachts schon mal vor, dass er diesen als einer der letzten verließ mit den erstaunten Worten: «Ah ja, morgen ist ja Montag!»Beim Bauhof war er zuständig u.a. fürs Mähen der örtlichen Grünanlagen sowie die Überwachung der gemeindlichen Kläranlage.Am ersten Tag,...
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