Smoking Lotta hieß sie, rauchte mit 12
Zigaretten, ging nicht gerne zur Schule und
drängte sich durch kleine Türspalten hinaus ins
sauerstoffhaltige Freie. Die Luft roch nach
kaltem Fusel und Todesschwadronen, in der
einen Hand ein Messer in der anderen ein paar
Kollegen zum Aufräumen, wie sie die
verlausten Typen auch nannte, keine Zeit aber
unter Langeweile verbrachten sie Stunden,
Tage auf den Treppenstufen der hellhallen
Platten und philosophierten über
Schamanismus, Straßen auf denen man
draußen vor der Stadt, auf einem Feldweg zu
den Göttern fliegen kann.
Kategorie: Lyrik
Maria Fischer: Eingehauchtes Leben
Gezaubert auf die Leinwand
mit jedem einzelnen Pinselstrich.
Geformt aus euren Händen
erweckt ihr Ton, Stein oder anderes zu neuem Leben.
Auf der Bühne gespielt
werden eure tiefsten Gedanken
mal frontal mal versteckt hör – und sichtbar.
Aus der Seele gebrüllt
jede einzelne Note gefüllt
mit der Farbe eures Herzens.
Eingefangen vor eurer Linse
verwandelt sich das scheinbar
reale Photoobjekt mit eurer Phantasie in ein Neues.
Getanzt mit jeder
eurer frischen und innigsten Bewegungen
vollführt ihr ein Ballett der Freude.
Mit dem Stift in der Hand und wilden Ideen aus eurem Geist
werft ihr eure lebenden Figuren und bewegende Szenen vor unser Auge.
Mit dem Mikrofon vor dem Mund
transportiert eure Stimme eifrig Dieses in unser aller Ohr.
Mit jedem Schlag der Filmklappe
fängt ein Bild vor der Kamera an zu Leben.
Nur mit euch, eurem Geist, Seele und Körper kann Kunst erst Leben.
Kunst ist Leben.
Leben ist Kunst.
David Telgin: Kunst
Rückt
Ver-rückt
Sie macht
sichtbar
Gestaltet
Formt
Skulptur
Mensch
Gesellschaft
„Die soziale Plastik“
wie Beuys sagte.
Bastian Kienitz: Verdrehte Welt
pure Schneeverwehung
in den
Hinterlassenschaften
der Herzen
eine Belichtungskammer
die deinen Umriss
nachzeichnet
um hinter
die Schraffierung der
Lebenslinie zu schauen
mit jedem Schuss verlierst
du einen Teil deiner Seele
David Telgin: Zerstritten
Die Familie
zerstritten
Seit Jahren
kein Kontakt mehr
Nicht
ein Gespräch
Nach dem Tod
der Eltern
Hass und Gier
haben sie entfremdet
Geld war dicker
als Blut
Vom Familienband
blieb kein Faden.
David Telgin: Familie II
Die Idylle
trügt
Was verbirgt sich
hinter der Fassade?
Wie viel Streit
und Leid?
Familie
Das war
einmal.
David Telgin: Familie I
Familie
will sein
Aber ist
nicht immer
Doch manchmal besser
als gar nichts.
Bastian Kienitz: Vor Anker
wer weiß wohin die Reise geht, ich nicht
von minutiös wächst mir der Horizont
ins Nachlicht und erinnert sich
an das alte Fotogen und Spuren, die gekonnt
die Sichtverschiebung stark ins Blau verschieben:
im Sommer haben wir gesonnt
im Winter bleibst du ziellos liegen
und zählst das Raufaser in deiner Hand
die Linien, die nicht mehr verzweigen,
geformt zu einem Strom und einem Band…
Bastian Kienitz: Ein Kommen und Gehen
ein Kommen,
und
gehen
wir
miteinander
ein kleines
Stück
zusammen
bis uns
unser Traum
wieder nach Hause ruft…
Bastian Kienitz – auf Grund
auf Grund
von…
Liebe
Krakelee
ich auf dem
Zettel
meine Worte so dahin